Fast unglaublich, aber wahr: Endlich hat der Wettergott mitgespielt und dem 43. ADAC Bergrennen Mickhausen über das komplette Wochenende (02.-04.10.) Herbsttage zum Genießen beschert. Sonnig, angenehm warm, mit beständig guten Bedingungen auf der 2,2-Kilometer-Piste von Mickhausen-Münster hinauf nach Birkach. Was Top-Sport ermöglichte und Massen von begeisterten Zuschauern anzog. „Allein am Samstag hatten wir schon mehr Besucher als im Vorjahr über das komplette Wochenende“ war vom Orga-Team zu hören. Dessen Pläne für vier Läufe pro Tag absolut aufgingen. Pünktlicher Beginn, straffe Abwicklung und die Rückreise der Rennautos ins Fahrerlager nicht über die Rennstrecke, sondern über eine gesonderte Route, leisteten ihren Beitrag dazu. Klar, wie überall sonst gab es Vorfälle, von streikender Technik bis zu diversen Ausrutschern, die aber allesamt glimpflich verliefen. Von onduliertem Blech, geborstenem Kunststoff, deformierten Fahrwerksteilen und geknickten Fahrerseelen mal abgesehen. Der Schwerpunkt solchen Geschehens wanderte bei der Auflage 2026 vom Tierhold-Karussell in den Bereich Schikane plus Ziel. Rückblickend bleiben aber für alle Beteiligten unter dem Strich großartige Tage, mit bester Stimmung und echt positiven Ausblicken für die nächsten Jahre. Jeweils zum Feierabend wurde das komplette, knapp 150 Autos starke Feld über die Rennstrecke zurückgeführt. Dabei durften die Zuschauer die Strecke betreten. Ganz genau genommen die halbe, nämlich die bergabwärts gesehen linke, rechts rollten die Autos. Speziell am Sonntag ergab das zum Ende der Saison wunderbare Bilder und große Emotionen, die sich bei der Siegerehrung nahtlos fortsetzten
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Bevor allerdings Platzierte und Sieger geehrt werden können, müssen sie ermittelt werden. Wie das in den einzelnen Klassen vor sich ging, das wollen wir uns jetzt sofort gemeinsam betrachten. Dies wie immer in der Reihenfolge, in der sie bei den Berg-Events unterwegs sind. Zur Erklärung sei hier noch schnell eingefügt, dass für die Wertung das bekannten Motto „die besten drei aus vier Wertungsläufen“ galt.
Steigen wir also ein in die Klasse 1, in den NSU-Bergpokal. Zehn luftgekühlte Heckmotorrenner sind nach Mickhausen angereist. Schnell ist klar, dass das Spitzenduell Jannik Hofmann gegen Korbinian Gast heißen wird. Im Training geht es zwischen den beiden hin und her, schlussendlich sichert sich Korbinian Gast die Poleposition. Im Rennen wendet sich das Blatt. Jannik Hofmann setzt in jedem Lauf die Bestmarke, stellt im zweiten Heat in 1:05,432 einen neuen NSU-Bergpokal-Streckenrekord auf, gewinnt am Ende mit 3,44 Sekunden Vorsprung vor Korbinian Gast. Der Sieg ist wichtig für Jannik, denn damit sichert er sich neben dem Gewinn des NSU-Bergpokals zusammen mit Papa Steffen solo für sich den Titel des Deutschen Automobil-Bergmeisters der Tourenwagen, zusammen mit dem punktgleichen Fabian Brügge. Um die Plätze hinter dem Spitzenduo wird hart gerungen, involviert sind Christian Hindmarsh, Jörg Höber, Uwe Schindler und Thomas Krystofiak. Am Ende sortiert sich dieser Pulk wie folgt zum Endergebnis: Dritter Jörg Höber, hinter ihm reihen sich ein Christian Hindmarsh und Thomas Krystofiak. Das Podium der Klassik-Wertung besteht aus Sieger Dieter Kohl sowie Walter Voigt und Sascha Dopieralski auf den Plätzen zwei und drei.
Die 1150er-Story ist schnell erzählt. Sie handelt von Polesetter Jürgen Heßberger, Bernd Deutsch und Rolf Rauch. Den Fiat 128 Rally des Letztgenannte ereilt im ersten Rennlauf auf der Ziellinie ein kapitaler Motorschaden, er ist damit out of Race. Jürgen Heßberger fährt mit seinem Fiat 127 Sport Martini Racing zum Sieg, 7,59 Sekunden vor Bernd Deutsch im Schneider Audi 50. Da Jürgen Heßberger 2026 nicht im KW Berg-Cup eingeschrieben ist, geht der 1,15-Liter KW 8V-Trophy Pokal an Bernd Deutsch.
Armin Ebenhöh ist mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V das Maß der Dinge bei den 1400ern, steht immer ganz oben in den Ergebnislisten, gewinnt souverän. Hinter ihm haben zwei 8-Ventiler VW Polo-Piloten einen starken Auftritt. Das sind Nils Abb und Philipp Plein. Sie sichern sich in dieser Reihenfolge die Plätze zwei und drei. Zwei Race-Heats lang ist Wolfgang Glas (VW Polo 2 16V) bei seinem Heimrennen dicht an den beiden dran, muss allerdings seinerseits auf Jörg Davidovic im NSU TT 16V achten, der nach dem zweiten Durchgang nur 0,514 Sekunden hinter ihm liegt. Kurz vor Ende von Run drei geht der Motor im Polo von Wolfgang Glas einfach aus, er rollt aber noch durch die Ziellichtschranke. Dank „drei aus vier“ bleibt er zwar in Wertung, fällt aber auf die Fünf zurück, Jörg Davidivic zieht an ihm vorbei auf die Vier. Jasmin Markert und Rückkehrer Dominik Schlott (beide VW Polo) müssen sich nach dem ersten Race-Heat leider mit technischen Problemen abmelden.
Damit Vorhang auf für die 1,6-Liter Abteilung, in der Hans Peter Eller wieder mit von der Partie ist. Und der dritte des Schweizer Bergpokals ist nicht nur dabei, sondern mit seinem Opel Kadett C Coupé 16V beständig vorne dran. Tobias Auchter setzt in den Trainingsläufen im Opel Spiess Corsa A 16-Ventiler die zweitschnellste Zeit, hat aber im ersten Race-Heat einen Aha-Moment, der ihn zunächst auf Platz vier zurück bindet. Im weiteren Verlauf verbessert er seine Position ständig, ist zum Rennende wieder auf der Zwei zurück. Dritter wird Robert Maslonka (VW Polo G60) vor Ronny Hering mit seinem 8-Ventiler VW Scirocco Gruppe 2 und Helmut Maier im VW Spiess Golf 16V.
Vierzehn 2-Liter-Autos nehmen das Training auf. Bernd Ehrle lässt sich mit 59,265 die Bestzeit notieren, vor den beiden Schweizern Jürg Ochsner (Opel Kadett C Coupé 16V) und Stephan Burri, der sich im ersten Race-Heat mit seinem 16V VW Scirocco 16V im Tierhold-Karussell dreht. Die spätere Podiumsbesetzung formiert sich schon im ersten Wertungslauf. Bernd Ehrle ist im Opel Minichberger Kadett C Coupé 16V stets einen Tick schneller oben im Ziel als Jürg Ochsner. Final beträgt der Vorsprung 1,853 Sekunden. Platz drei sichert sich, weitere 2,77 Sekunden zurück, Lars Heisel (Opel Böhm Kadett C Coupé 16V). Einen starken Eindruck hinterlässt Berg-Rückkehrer Andreas Greppmeier, der sein Mickhausen-Wochenende im Opel Kadett C Coupé als Vierter beendet. Stephan Burri fährt zunächst noch bis auf Position vier nach vorne, muss sich aber im Finale Andreas Greppmeier um 0,540 Sekunden beugen, ist damit Fünfter. Die weitere Reihung heißt Werner Weiss (Ford Escort RS 1800) und Marvin Ruwe im VW Minichberger Golf 1 GTI. Es folgen als schnellste 8-Ventiler Michael Rauch im Opel Briegel Kadett und Michael Dandl (BMW E30). Johann Hatezic schraubt nach einem im Training am Opel Frank Ascona B aufgetretenen Problem die Nacht durch, hat damit aber leider keinen Erfolg.
Die Klasse bis 3000 Kubikzentimeter ist klein, aber superspannend. Denn an der Spitze läuft ein packendes Duell zweier BMW-M3-Piloten. Das sind Christian Auer mit seinem E30 und Marcel Gapp im E36. Am Samstag ist Marcel Gapp um 0,064 Sekunden vorne, nach Race-Heat eins führt Christian Auer mit 0,235 Sekunden. Diese dampft Marcel Gapp im zweiten Run bis auf 28 Tausendstel ein. Leider endet die Story in Lauf drei. Christian Auer schlägt an den Streckenbegrenzungen an. Das passiert im Bereich ganz oben, an ein Weitermachen ist leider nicht zu denken. Der Sieg geht so an Marcel Gapp, der Rolf Burri im Opel Kadett C 8V deutlich distanziert.
Die Rangfolge der Fahrzeuge mit einem Hubraum von mehr als drei Litern bildet sich früh. Vorneweg tobt im Allrad-Turbo Ford MB Cosworth Speedmaster. Der Schweizer sichert sich zusätzlich den Tourenwagensieg. Auf dieses Kapitel gehen wir später noch näher ein, hier kümmern wir uns jetzt um die reine Klassenwertung. In der Thomas Schmid in einem BMW E30 Zweiter wird. Rang drei holt sich mit seinem Turbo aufgeladenen VW Weißdorn Scirocco 1 Marc Längerer.
Die Gruppe Klassik ist damit oben im Ziel. Wir schicken sofort die Performance-Cars hinterher, beginnen das mit der 5c. Die umfasst zwölf Fahrzeuge und wirbt schon im Training mit Spannung.

Denn zwischen Fabian Brügge und Florian Wissing (beide BMW 325i E36) liegen am Samstagabend nur 0,340 Sekunden. Hinter diesen zwei Fahrern der Youngster-Generation folgen mit Helmut Knoblich im Citroen C2 und Herbert Schmitz mit seinem Opel Astra GSI zweimal Erfahrung und Routine pur. Und auf Übungsposition fünf liegt ein Berg-Rookie, der nach Mickhausen 2025 sein erst zweites Bergrennen überhaupt absolviert. Das ist Alexander Nestmann im Peugeot 206 RC. Der Rennauftakt entspricht unter den Top-Fünf fast dem Trainingsende. Eine Änderung gibt es nur durch Markus Fink, der mit seinem Citroen C2 VTS Alexander Nestmann auf Rang sechs zurück schiebt. Das früh gefundene Podium hat Bestand, Fabian Brügge gewinnt vor Florian Wissing und Helmut Knoblich. Auf den weiteren Plätzen herrscht Abwechslung. Im zweiten Race-Heat überholt Alexander Nestmann Markus Fink um 0,388 Sekunden. Markus Fink kontert umgehend, ist damit finaler Vierter. Herbert Schmitz ist da schon nicht mehr mit von der Partie, Technik-Trouble erzwingt nach Run eins leider die Aufgabe. Und Alexander Nestmann muss vor Lauf drei auf die Schnelle einen losen Auspuff wieder befestigen. Er beendet Mickhausen als Sechster, weil Jürgen Fechter im Ford Fiesta ST in der Addition der drei besten Zeiten 0,156 Sekunden schneller war und damit Fünfter ist. Fabian Brügge, der den Titel des Deutschen Tourenwagen-Bergmeisters schon zuvor auf Nummer sicher hatte, feiert beim Berg-Finale 2026 seinen neunten Klassensieg in Folge. Und was immer seine Mitbewerber unternahmen, um an ihm vorbei zu kommen, er hatte stets eine passende Antwort parat. Sprich eine noch bessere Zeit.
Zwei Trainingsläufe lang ist der Schweizer Martin Bächler mit seinem VW Lupo 5b-Schnellster. Dann übernimmt Moritz Minichberger (Honda Civic Type R) das Klassen-Kommando, das er nicht mehr abgibt. Der Youngster aus dem Allgäu gewinnt vor Martin Bächler und Alexander Thrun im Renault Clio Cup 2. Vierter wird Berg-Rookie Roman Ahke mit seinem Opel Corsa B GSI.
Doppelsieg für Renault in der 5a. Im Clio 4 Cup gewinnt Leopold Gast vor Thomas Flik im Clio 3 Cup. Es ist ein enges Duell der Fahrer- und auch Autogenerationen, das knapp verläuft und als Sieger den jüngeren Piloten im neueren Auto präsentiert. Auf Position drei ist Timo Fritz mit seinem Opel Ascona B auch der Gewinner des 5a KW 8V-Trphy Pokals. Und in einem BMW E87 130i beendet Hubert Just seine Berg-Premiere als Vierter.
Ein frühes Hoppala widerfährt Jens Weber. Am Ende seiner dritten Übungsauffahrt onduliert er die linke Seite seines Opel Kadett C Coupé 16V. Auf die vierte Einheit muss er verzichten. Maximilian Gast zoomt sich im VW Golf Turbo bis auf 0,030 Sekunden an die Bestmarke von Jens Weber heran. Dritter ist Michael Schumacher, er hält mit seinem VW Polo G60 durchaus noch Kontakt zur Spitze. Das Rennen steht dann im Zeichen von Jens Weber, er holt den 4b-Klassensieg. Vor dem vierten Run zieht er sein Auto zurück, die Hinterachse samt Differential gibt verdächtig laute Töne von sich. Und Jens Weber möchte weder den sich anbahnenden Schaden erweitern noch durch einen eventuellen Ausfall den Fortgang der Veranstaltung in Verzug bringen. Hinter ihm wird umsortiert, Michael Schumacher spurtet auf Rang zwei vor. So richtig abschütteln kann er Maximilian Gast aber nicht, unter dem Strich beträgt der Vorsprung 1,01 Sekunden. Die Plätze vier und fünf gehen an Josef Faber (Opel Kadett C Coupé 8V) und Alexander Marx im E36 BMW M3.
Zweimal Saugmotor mit Frontantrieb gegen zwei Allrad-Turbo. So setzt sich die 4a zusammen. Der Probetag sieht die Sauger vorne. Andy Heindrichs beendet diesen mit seinem Opel Wiebe Corsa 16V um 0,694 Sekunden vor Ralph Paulick im VW Golf 1 Minichberger 16-Ventiler. Rudi Bicciato würde das Spitzenduo gerne teilen, allerdings fehlen dem Italiener im Mitsubishi Lancer 0,696 Sekunden auf Ralph Paulick. Die Abstände zwischen den Top-Drei bleiben eng, Andy Heindrichs kann sich nur mit vollem Einsatz ganz leicht absetzen. Im dritten Race-Heat powert sich Rudi Bicciato um 144 Tausendstel an Ralph Paulick vorbei. Dieser reagiert sofort, stellt den Endstand nach seinen Vorstelluingen her. Der lautet Andy Heindrichs vor Ralph Paulick und Rudi Bicciato. Vierter ist im Mitsubishi Lancer Evo 8 Achim Kreim.
Schwarz sticht Silber. So könnte man die 3b durchaus überschreiben. Zu den Farben gehören zwei Subaru Impreza WRX STI. In Mickhausen ist das schwarze Exemplar von Pascal Ehrmann das Erfolgreichere. Er gewinnt vor Christian Fouquet. Um Rang drei gibt es eine enge Auseinandersetzung zwischen Sabine Göhrig mit ihrem Ford Focus ST und Karl-Heinz Müller im BMW M 140i. Im Training und den Race-Heats eins und zwei schlägt das Zeitenpendel zugunsten von Sabine Göhrig aus, dann kann Karl-Heinz Müller das Blatt doch noch zu seinen Gunsten wenden. Mehr als 0,66 Sekunden Polster zwischen Rang drei und vier kann er aber nicht aufbauen.
Ganz zu Beginn, am Samstagmorgen, waren es in der 3a noch drei Autos. Leider raffte die Defekthexe den Subaru Impreza WRX STI von Markus Plötz sofort dahin. Was blieb, waren die Porsche 997 GT3 Cup von Patrick Orth und Florian Hess. Und so, in der Reihung, wie ihr die Namen gerade gelesen habt, lautet auch das Rennresultat. Wobei sich die Abstände in den einzelnen Laufzeiten beständig reduzierten. Von 2,433 bis herunter auf 1,613 Sekunden. Die Endergebnisliste weist in der Addition Patrick Orth mit 5,649 Sekunden Vorsprung als Klassengewinner aus.

50 Prozent ist die Ausfallquote in der 2a. Für den Vorarlberger Patrick Schrottenbaum (Ford Focus RS) ist bereits samstags Schluss. Ein in Run zweit eingetretener Defekt ist vor Ort nicht zu beheben. Der von Alexander Sohm pilotierte Mazda 323 Turbo hält länger durch. Nach Race-Heat eins, den er nur 0,721 Sekunden hinter Holger Hovemann im Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 als Zweiter beendet, ist aber auch für den Landsmann von Patrick Schrottenbaum das Game over. Der Zieleinlauf ist danach eine klare Sache.

Holger Hovemann gewinnt souverän vor dem Schweizer Corsin Rietiker im eFuel betriebenen BMW E36 GTR, der über einen V10 Motor verfügt und damit die gleiche Zylinderzahl und Anordnung aufweist wie Holgers Lambo. Verschieden ist nur das Konzept. Beim BMW ist die Kraftquelle vorn, beim Huracan sitzt sie in der Mitte.
Erstmals nutzt ein Teilnehmer die seit Saisonbeginn 2026 angebotene TCR-Klasse. Michael Widmer ist mit seinem Hyundai i30 N TCR aus der Schweiz nach Bayern angereist. Mit dem ex-Rundstrecken-Renner erzielt er sehr ansprechende Zeiten, bleibt dreimal unter der Ein-Minuten-Schallmauer, zaubert im zweiten Run in 59,441 seine Bestmarke auf die 2,2-Kilometer-Piste.
Zwei Landsmänner von Michael Widmer ärgern sich ein wenig über sich selbst. Weil sie die Kreuzchen im Nennformular bei E2-Silhouette gesetzt haben, anstatt bei Klassik bis 3000 Kubikzentimeter. Dabei bewegen sie „Hüsliautos“ der Marke Opel, nämlich Kadett C Coupés und wären viel lieber mit den Klassik-Kollegen zusammen gefahren. Das können Armin Banz und Josef Koch dann halt nächstes Jahr machen, die in der genannten Abfolge die E2-SH-Plätze eins und zwei belegen.
So, nun ist es aber höchste Zeit, das anfangs abgegebene Versprechen einzulösen. Ihr wisst schon, das mit dem Tourenwagen-Gesamt. Die Top-Zehn der Division 1 liegen in einem Fenster von gerade mal 8,454 Sekunden zusammen. Die besten Drei trennen in der Addition der drei gewerteten Race-Heats sogar lediglich winzige 2,087 Sekunden. Die Erfolgspiloten dazu sind Speedmaster, Holger Hovemann und Patrick Orth. Und weil es gerade so schön ist, hier die weitere Tourenwagen-Reihung auf Seite eins der Gesamtergebnisliste. Die Plätze vier und fünf gehen an Fahrer aus der 2-Liter-Klasse, an Bernd Ehrle und Jürg Ochsner. Daran schließen sich zwei Autos mit 1600er-Motoren an: Hans Peter Eller und Andy Heindrichs. Die Positionen sieben bis zehn sichern sich Florian Hess, Marcel Gapp und Michael Widmer.
So, damit ist der letzte Rennbericht für 2026 in Sachen NSU-Bergpokal, KW Berg-Cup und DBM geschrieben. Bis zum nächsten müssen wir bis Ende April 2027 warten. Was nicht heißt, dass es bis dahin hier nichts mehr zu berichten geben wird. Unsere nächsten Themen, liebe NSU-Bergpokal, KW Berg-Cup und DBM- Freunde und Fans heißen ganz sicher Veröffentlichung der Ergebnisse unserer 38. Saison, Siegerehrung, Essen Motor Show sowie Terminkalender, Ausschreibungen und Regularien für 2027 und die Eröffnung des neuen Einschreibeportals. Es wird also zwischen den Saisons sicher nicht langweilig werden.
Uli Kohl, 06.10.2026
Bitte versteht die Überschrift als Einladung und Schubs an alle eventuell doch noch nicht ganz zum Besuch des 43. ADAC Bergrennen Mickhausen Entschlossenen. Denn den Klassiker in der Staudenregion, die etwa 45 Kilometer südwestlich von Augsburg zu finden ist, sollte sich nun wirklich niemand entgehen lassen. Die Ausgabe 2026 lockt mit einem Gesamtfeld von rund 150 Autos, von denen knapp 110 kompromisslos auf die Jagd nach Bestzeiten abzielen. Etwa 90 sind Autos mit Dach, sprich Tourenwagen der Division 1. Gut zwei Drittel davon pilotieren, den zehn Fahrzeuge starken NSU-Bergpokal mit eingerechnet, Aktive des KW Berg-Cups. Die Rückkehr von Hubraumklassen in der neu geschaffenen Gruppe Klassik bringt 14 starke Schweizer Gipfelsprinter nach Mickhausen, was viele höchst spannende Fights um Top-Platzierungen erwarten lässt.
Ausgetragen wird das Ganze auf dem bekannten 2,2-Kilometer-Teilstück der von Münster nach Birkach führenden A 16. Mit den Haupt-Schlüsselstellen Startkurve, Antoniusbuche, Karussell, Waldkurve, Kapelle und Parkplatz-Schikane. Für jeden der beiden Tage (03.-04.10.) sind vier Läufe vorgesehen. Die des Samstags dienen dem Training, sonntags geht es dann um Zehntelsekunden und jeden Millimeter Ideallinie. Von den vier Auffahrten gehen die schnellsten drei Zeiten in die Wertung ein. Gemäß der sich dabei ergebenden Fahrzeitsumme erfolgt die Ermittlung der Platzierten und Sieger. Geehrt werden diese zügig nach dem letzten Rennlauf im Startareal. Zuvor wartet noch ein absolutes Schmankerl auf die Besucher. Denn anders als nach den vorhergehenden Auffahrten, nach denen die Teilnehmer nicht über die Rennstrecke, sondern eine darum herum führende Schleife eskortiert werden, geht es nach Ende des Rennens direkt über die Originalpiste zurück, wobei die Fans sogar auf die Strecke dürfen. Dies unter dem strikt einzuhaltenden Motto: „Bergabwärts gesehen gehört die rechte Seite der Straße den Rennfahrzeugen, die linke den Besuchern.“ Gerade zum Ende der Saison ist dies sicher ein Moment für große Emotionen.
Emotionen, die ganz besonders die dieses Jahr in den Meisterschaften und Serien erfolgreichen Gipfelstürmer empfinden sollten. Davon haben sich übrigens fast alle in den diversen Tabellen oben stehenden Aktiven angekündigt. Somit sind alle Zutaten für ein großes Berg-Event vorhanden. Da wollt ihr doch sicher dabei sein, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Freunde und Fans? Hab ich da ein Ja gehört? Das ist richtig cool, wir freuen uns auf euch!
Uli Kohl, 30.09.2026
Wir hatten die Nachlieferung des sportlichen Teils des 57. Bergrennen Eichenbühl versprochen. Was wir natürlich einhalten.
Das fangen wir mit Vollgas an. Mit dem Blick in den NSU-Bergpokal, der seine große 25-Jahre-Party abhielt. Mit einem großen Platz im Fahrerlager, wo es nicht nur die gewohnten Bergpokal-Renner zu bestaunen gab, sondern auch seltene Derivate und Autos von Gästen, die zum Teil von weither angereist waren. So wie zum Beispiel Erwin Mandl aus der Steiermark. Nach dem Training wurde das alles als Korso auf der Rennstrecke präsentiert. Eröffnet wurde das Feierwochenende übrigens bereits am Freitagabend mit dem Fußballspiel NSU-Bergpokal gegen KW Berg-Cup.

Leider war kein DFB-Talentscout vor Ort. Denn einige Teammitglieder bewiesen, dass sie mit ihren Füßen weit mehr können, als Pedale bedienen. Der Endstand des Matches mit Drive und Elan lautete 2:1 für den KW Berg-Cup. Über eine Revanche wird bereits nachgedacht.

So, nach dem Feier- der Rennbericht. Die Abordnung der Neckarsulmer Heckmotor-Flitzer ist mit 14 Startern stark vertreten. Die jüngere Fahrergeneration gibt das Tempo vor. Die Poleposition schnappt sich Korbinian Gast 0,335 Sekunden vor Jannik Hofmann und Christian Hindmarsh. Am Renntag dreht sich die Reihung an der Spitze. Jannik Hofmann ist in beiden Race-Heats der schnellste Pilot, er gewinnt in der Addition beider Wertungsläufe 1,983 Sekunden vor Korbinian Gast und Christian Hindmarsh.

Auf Position vier taucht in Form von Dieter Kohl bereits der Beste der Klassik-Wertung auf, Fünfter wird final Andreas Kuhnert. Rang zwei der Klassiker sichert sich Wolfgang Weigert, gefolgt von Sascha Dopieralski und Roman Szott.
Die Gruppe Klassik der vor 1999 gebauten Tourenwagen beginnt mit den 1150ern.

Hier darf sich Tobi Stegmann mit seinem Schneider Audi 50 im Training über die Bestzeit freuen. Im Rennen dreht allerdings Jürgen Hessberger im Fiat 127 Sport Martini Racing die Reihung um, gewinnt vor Tobias Stegmann und Rolf Rauch mit seinem Fiat 128 Rally. Vierte ist im Fiat 850 Spezial Jennifer Kaufel-Meier. Alle Autos sind 8-Ventiler. Da aber Jürgen Hessberger 2026 nicht in den KW Berg-Cup eingeschrieben ist, heißt die KW 8V-Trophy Besetzung Tobi Stegmann, Rolf Rauch und Jennifer Kaufel-Meier.

Stolzes Nennergebnis ebenfalls in der 1,4-Liter-Klasse. 17 Fahrzeuge nehmen das Training auf. Wenig überraschend setzt Armin Ebenhöh mit dem VW Minichberger Scirocco 16V die Bestmarke. Teil zwei der imaginären ersten Startreihe beansprucht 8-Ventiler-Pilot Nils Abb (VW Schneider Polo 2) für sich. An seinem Heckdiffusor klebt der Schweizer Gast Andreas Helm im ex-Franz-Weißdorn VW Polo 16V. Ihm fehlen auf Nils lediglich zwei Zehntelsekunden. Rennlauf eins prägen zwei Dinge: Thomas Pröschel schaltet auf Angriffsmodus, sprintet im VW Schneider Corrado 16V auf Position zwei nach vorne, liegt dort 2,009 Sekunden hinter Armin Ebenhöh zurück. Andreas Helm schiebt sich an Nils Abb vorbei. Er ist nun Dritter, Nils Vierter.

Das Spitzentrio Ebenhöh – Pröschel – Helm hat auch im Finale Bestand. Dahinter gibt es noch Änderungen. Florian Hübel gelingt mit einem fulminanten zweiten Run der Sprung auf Platz vier, schiebt damit Nils Abb auf Position fünf zurück. Die Top Ten komplettieren Thomas Kohler im Fiat X1/9 16V, Thomas Grimm (VW Schneider Polo 1 16V), Jörg Davidovic mit seinem NSU TT 16V, Colin Lohmann im VW Selfmade Polo 1 16V und Simon Markert (VW Schneider Polo 8V). Nils Abb steht auf dem 1400er KW 8V-Trophy Podest in der Mitte oben, flankiert von Simon Markert als Zweitem und Frank Lohmann (VW Polo 86C) als Drittem.
Die 1,6-Liter sortieren sich in Rennlauf eins so, wie das Training geendet hat. Hans Peter Eller sorgt mit seinem Opel Kadett C Coupé 16V für die schnellsten Zeiten, gefolgt von Tobias Auchter (Opel Corsa A GSI 16V), Robert Maslonka im VW Polo 86C G60 und Ronny Hering mit seinem nach Gruppe 2 Regeln aufgebauten VW Scirocco.

Leider hat die böse Defekthexe einen kleinen Abstecher nach Eichenbühl unternommen. Was bewirkt, dass sich Tobias Auchter und Ronny Hering für den zweiten Durchgang abmelden müssen. Damit Klassensieg für Hansi Eller und Rang zwei für Robert Maslonka.
Zwei Opel Kadett C Coupés bestimmen das Geschehen in der Abteilung bis 2000 Kubikzentimeter. Das sind Bernd Ehrle im Minichberger Kadett und Lars Heisel mit seinem Böhm C Coupé, beides sind 16-Ventiler. Im Training und ersten Race Heat ist Marvin Ruwe (VW Minichberger Golf 1 GTI 16V) als Dritter der nächste Verfolger des Opel-Duos. Dies ultraknapp, 0,214 Sekunden vor Werner Weiss mit seinem Ford Escort RS 1800. Im zweiten Lauf zieht Routinier Werner Weiss am Youngster Marvin Ruwe vorbei.

Damit ist der Endstand auf den ersten vier Rängen hergestellt. Auf Position fünf ist Michael Rauch im Opel Briegel Kadett bester Pilot eines Fahrzeugs mit 8-Ventil-Motor. Direkt hinter ihm laufen seine 8V-Kollegen Johann Hatezic (Opel Ascona B Frank) und Michael Dandl mit seinem BMW der E30 Baureihe ein.
Bis 3000 Kubikzentimeter sieht alles nach einem ungefährdeten Erfolg für Alexander Wolk im VW Golf 2 Minichberger aus.

Er gewinnt das Training und Race-Heat eins, hat da jeweils einen beruhigenden Vorsprung auf Thomas Claus (Opel Kadett C Coupé 16V). Diesem folgt im Windschatten Marcel Gapp mit seinem BMW M3 E36. Der Abstand beträgt 0,197 Sekunden. Marcel legt daraufhin noch eine Schippe nach, zaubert mit 1:27,846 die klare Klassenlaufbestzeit auf das Eichenbühl-Parkett. Mit seinem Sturmlauf kommt er noch bis auf 0,133 Sekunden an Alexander Wolk heran, wird damit final Zweiter vor Thomas Claus. Auf Rang vier ist Felix Bürker (Opel Frank Kadett C Limo) Gewinner der 3-Liter KW 8V-Trophy.
Die Klasse über drei Liter Hubraum ist fest in Schweizer Hand. Vanessa Zenklusen gibt im Subaru Impreza Type R die Pace vor. Dahinter duellieren sich Thomas Schmid (BMW E30) und Marc Längerer mit seinem VW Weißdorn Scirocco um Position zwei und drei.

Thomas Schmid liegt nach der ersten Wertungsauffahrt knappe 0,92 Sekunden vor Marc Längerer. Der Letztgenannte wandelt diesen Rückstand im Finale auf einen Vorsprung von 0,905 Sekunden um. Damit ist er Zweiter vor Thomas Schmid.
Damit ist der Überblick über die Gruppe Klassik komplett, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Zeitnah folgt der Bericht über die Gruppe der nach Performancefactor-System eingeteilten Fahrzeuge. Im Anschluss daran gibt es dann den St. Agatha Rennbericht sowie eine Vorschau auf Mickhausen.
Uli Kohl, 28.09.2026
Konzept und Zeitplan des NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha in Oberösterreich unterscheiden sich deutlich von anderen Veranstaltungen. Klar füllt sich auch dort das Fahrerlager frühzeitig, denn Administrative und Technische Abnahme ist ab Freitagmittag möglich, zusätzlich auch noch am Samstagmorgen. Trainiert wird aber erst ab 11:00 Uhr. Zwei Läufe werden bis gegen 16:00 Uhr auf der 2734 Meter langen, flüssigen Piste durchgeführt. Oben im Ziel ist Platz für das komplette Feld von knapp 200 Rennfahrzeugen aller Couleur. Daher gibt es Rückführungen immer nur für alle Autos gemeinsam. Mit der bewährten Regelung „bergabwärts gesehen gehört die rechte Seite der Straße den Rennautos, die linke den Zuschauern.“ Diese dürfen während der Talfahrt die Strecke betreten und, wenn sie denn möchten, als Wanderpfad nutzen. Das funktioniert prima und kommt an. Das frühe Ende der zwei Übungsauffahrten lässt den Besuchern genügend Zeit für einen ausgedehnten Fahrerlagerbummel. Auch die Schrauber, die ja oftmals in Personalunion die Fahrer sind, können ihre Renner in Ruhe auf den Sonntag vorbereiten. Und sich selbst natürlich auch. Der Race-Day beginnt dann deutlich eher. Ab 08:30 Uhr startet der dritte und letzte Trainingsdurchgang. Nach der Rückkehr ins Fahrerlager bleibt in der Regel eine gute Stunde bis zum Rennstart um 12:00 Uhr. Die Beginnzeiten werden von der Mannschaft des MSC Rottenegg akribisch eingehalten. Man kann die Uhr danach stellen. Dann gibt es gute fünf Stunden Racing pur. Mit 20 Sekunden Startabstand geht Auto für Auto den Berg hoch. Vorfälle werden kompetent und flott aufgearbeitet. Die Entscheidungen fallen in zwei Race-Heats, deren Zeiten zum Endergebnis addiert werden. Um 17:15 Uhr sind die Resultate offizialisiert. Da läuft bereits die Flower-Ceremony für die Besten der Divisionen Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge, verbunden mit weiteren Sonderehrungen. Wie zum Beispiel die höchste Geschwindigkeit an der Mutstelle, sprich dem Eintauchen in die früher Steinmauerkurve genannte Passage. Diese Zeremonie läuft vor großem, begeisterten Publikum. Und egal mit wem man spricht, seien es Fahrer, Begleiter, Schrauber, Zuseher, Organisatoren oder Offizielle, alle sind entspannt, gelöst und zufrieden. „Was für ein grandioses Rennwochenende bei Kaiserwetter“ lautet das allgemeine Fazit.
Bevor wir den Sport betrachten, müssen wir noch darauf eingehen, dass in unserem Nachbarland für die Tourenwagen lediglich sechs Performancefactor-Klassen in der Ausschreibung stehen. Punkt. Da unsere Wertungsgrundlagen anders gestaltet sind, bleibt uns nur das in unseren Ausschreibungen verankerte Umwerten auf unser KW Berg-Cup- und NSU-Bergpokal-System. Für die Gruppe Klassik hat das schon der Veranstalter getan, danke dafür! Um die Feineinteilung oder besser ausgedrückt die Unterteilung der Pf-Klassen hat sich Thomas Krystofiak gekümmert. Damit das alles transparent bleibt, könnt ihr beide entsprechenden Listen auf unserer Homepage unter Resultate 2026 einsehen. Sie sind die Grundlage für die folgenden Berichte, weil daran ja auch die Punktevergabe für unsere Serien gekoppelt ist.
So, nun ziehen wir aber den Rennoverall an, setzen den Helm auf und klettern ins Auto. Als erstes stehen die aus dem NSU-Bergpokal bereit. Die Trainingsbestzeit schnappt sich Steffen Hofmann, er ist 0,516 Sekunden eher im Ziel als Korbinian Gast. Für die dritte Zeit sorgt Dieter Kohl. Nach Rennlauf eins liegt Korbinian Gast seinerseits 0,516 Sekunden vor Steffen Hofmann. Dieter Kohl geht im ersten Run die Straße aus, sein TT rutscht mit beiden Vorderrädern von der Piste, sitzt mit der Bodenplatte auf. Kräftige Helfer befreien ihn aus seiner misslichen Lage, er kann die Fahrt fortsetzen, allerdings mit ruinierter Zeit. Uwe Schindler bezieht die dritte Position, liegt auf dieser minimale 94 Tausendstel vor Thomas Krystofiak, der am Samstagnachmittag seinen 1200C noch flugs kürzer übersetzt hat. Im finalen Run zwei wird Steffen Hofmann knappe vier Zehntel schneller. Korbinian Gast kann dagegen seine Marke aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen, verliert 1,01 Sekunden. Das bedeutet Sieg für Steffen Hofmann, 0,359 Sekunden vor Korbinian Gast. Der Dritte heißt Uwe Schindler, Vierter wird Thomas Krystofiak. Dieter Kohl bleibt Platz fünf. Als einzigem Teilnehmer mit einem der NSU-Bergpokal Klassikwertung entsprechendem Fahrzeug bleibt ihm von seinem Trip nach Österreich der dafür vorgesehene Sonderpokal.
Damit zur Gruppe Klassik der vor dem Jahr 2000 gebauten Tourenwagen. Die 1,4-Liter sind übersichtlich und beständig sortiert. Vorneweg düst Tobias Mayer im VW Minichberger Scirocco 16V, gefolgt von Nils Abb im 8-Ventiler VW Schneider Polo 2 und Wolfgang Glas mit seinem VW Polo 2 16V. Diese Reihung bildet sich in den Probeauffahrten und hat bis zum Rennschluss Bestand.
Bei den 1600ern läuft es ebenso. Tobias Auchter gibt im Opel Spiess Corsa A GSI 16-Ventiler das Tempo vor. Er gewinnt vor Robert Maslonka (VW Polo G60) und Ronny Hering mit seinem nach den Regularien der früheren Gruppe 2 aufgebauten VW Scirocco 8-Ventiler.
Die 2-Liter machen es den Kollegen aus den Klassen zuvor nach. Poleposition und Rennsieg sichert sich im Opel Minichberger Kadett C Coupé 16V Bernd Ehrle. Platz zwei ist die Angelegenheit von Youngster Marvin Ruwe (VW Minichberger Golf 1 GTI 16V), Dritter und zugleich bester 2-Liter KW 8V-Trophy Teilnehmer ist im Opel Briegel Kadett C Coupé Michael Rauch.
Bei den Fahrzeugen bis 3000 Kubikzentimeter liegt im Training Alexander Wolk im VW Minichberger Golf 2 Turbo vor Thomas Claus. Im Rennen wird Alexander Wolk zum Solisten. Denn Thomas Claus muss sein Opel Kadett C Coupé 16V mit einem technischen Problem in einem Notausgang parken.
Nun, jetzt und hier von der Gruppe Klassik zur Abteilung Performancefactor. Noch bevor wir durchstarten möchten wir darauf hinweisen, dass wir uns im Folgenden ausschließlich um den Verlauf und die Resultate unserer eingeschriebenen KW Berg-Cup Aktiven kümmern werden.
In der 5c dürfen wir Helmut Knoblich zum Gewinn gratulieren. Markus Fink holt als Dritter ebenfalls einen Podiumsplatz. Markus Rothdauscher beendet sein St. Agatha Wochenende als starker Fünfter. Alle drei gerade Genannten waren auf Citroen C2 unterwegs.
Die 5b umfasst 13 Teilnehmer. Moritz Minichberger holt sich mit seinem Honda Civic Type R in überlegener Manier den Klassensieg. Und im Opel Corsa B läuft Rookie Roman Ahke auf Rang elf ein.
Drei der 17 5a-Starter kommen vom KW Berg-Cup. Leopold Gast sichert sich mit seinem Renault Clio 4 Cup den zweiten Platz. Thomas Flik (Renault Clio 3 Cup) gehört Position sechs. Der 5a KW 8V-Trophy Pokal geht an Timo Fritz, der im Opel B Ascona in der Klassenwertung auf Rang 14 geführt ist.
Einen Doppelerfolg gibt es für den KW Berg-Cup in der Klasse 4b zu bejubeln. Jens Weber gewinnt sie im Opel Kadett C Coupé 16-Ventiler vor Maximilian Gast (VW Golf Turbo). Rang sieben ist die Angelegenheit von Josef Faber mit seinem Opel Kadett C Coupé.
Bester KW Berg-Cup Vertreter ist in der 4a Ralph Paulick, der sich im Minichberger VW Golf 1 16V Rang fünf sichern kann. Werner Walser hat St. Agatha als Abschluss seiner 1990 gestarteten Motorsport-Karriere gewählt, wollte hier sein letztes Rennen als aktiver Pilot bestreiten. Leider bleibt es bei einem Trainingslauf. Im zweiten muss er seine Opel Kadett C Limo mit einem Motorproblem kurz nach dem Start abstellen. Zum Glück ist der Schaden überschaubar. Bei Bergrennen werden wir Werner auch weiterhin antreffen, dann allerdings in anderer Funktion. Und sein Kadett wird nach aller Voraussicht in Zukunft ebenfalls dem Berg treu bleiben.
Drei KW Berg-Cup Aktive sind in der 3b mit von der Partie. Das beste Ende hat Pascal Ehrmann für sich, der mit seinem Subaru Impreza WRX STI Vierter wird. Drei Plätze dahinter, auf der Sieben, läuft Daniel Müller im BMW M140i ein. Zu einem Top Ten Platz war Sabine Göhrig unterwegs. Bis sie ein Antriebsproblem beim Start zum zweiten Race-Heat stoppt. Ihrem Ford Focus ST fehlt plötzlich der Vortrieb.
Michael Weber halten rund 950 Kilometer Anreise nicht von einer Teilnahme in St. Agatha ab. Dort trifft er in der 2a auf starke Konkurrenz. Trotzdem gelingt ihm als Neuntem der 14 Starter mit seinem Audi 80 Quattro Turbo ein wirklich achtbares Resultat.
Damit, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde, sind wir am Ende unserer St. Agatha-Nachlese angelangt. Der Fokus liegt nun auf dem großen Finale in Mickhausen. Die Vorschau darauf folgt in Kürze.
Uli Kohl, 30.09.2026
Über das Teilnehmerfeld und dessen Zusammensetzung haben wir uns ja bereits im Vorbericht zum Klassiker auf der 3,050-Kilometer-Strecke unterhalten. Der Samstag startete bei stabilem Wetter sogar kurz vor acht Uhr, drei Trainingsläufe konnten in einem sehr ansprechenden zeitlichen Rahmen durchgeführt werden. Dass dies trotz der hohen Teilnehmerzahl problemlos über die Bühne ging, lag auch daran, dass die Rennleitung für die dritte Übungsauffahrt den im DMSB-Bergreglement für 2026 neu eingefügten Joker zog, der auf eine Rückführung mit Rot gestoppter Autos verzichtet. Statt wieder nach unten setzen diese einfach nach der Freigabe durch Rennleitung und Sportwarte ihre Fahrt nach oben fort. Was mehrmals vorkam und den Ablauf absolut beschleunigte, so dass genügend Raum zur Präparierung der Fahrzeuge für den Renntag sowie zum Miteinander im Fahrerlager blieb. Und, zumindest für alle die, die es wollten, auch für einen Besuch im großen Festzelt.
Auch der Rennsonntag startete zügig, allerdings noch mit feuchten Flecken und vor allem deutlich niedrigerer Asphalttemperatur, was einige Dreher und Vorfälle nach sich zog. Zum Glück alles nicht so schwerwiegend. Bis eine sehr ernste medizinische Hilfeleistung im Zuschauerbereich nötig wurde. Mit Reanimation, Stabilisierung der betroffenen Person und Transport zum Hubschrauberlandeplatz in Eichenbühl. Bis die Rettungskräfte anschliessend ihre Positionen wieder bezogen und die Fahrzeuge einsatzfertig gemacht hatten, waren zwei Stunden verstrichen. Dank allerschnellster Hilfeleistung und einer perfekt funktionierenden Rettungskette geht es dem Patienten nach unserem Kenntnisstand den Umständen nach entsprechend gut.
Dieser Vorfall in Kombination mit einer durch einsetzenden Regen unumgänglichen Unterbrechung zum Reifenwechsel strapazierten den Zeitplan enorm. Was zur Folge hatte, dass die Rennleitung den dritten Wertungslauf absagte. Diese absolut richtige Entscheidung wurde früh getroffen und sofort klar kommuniziert. Die letzte Talfahrt unternahm das gesamte Feld gemeinsam in einer Gruppe, durfte sich dabei über den Beifall vieler begeisterter Zuschauer freuen. Die Siegerehrung des 57. Bergrennen Eichenbühl des MSC Erftal e.V. im AvD startete bereits um 17:30 Uhr. Wie immer bei bester Stimmung im voll besetzten, applaudierfreudigen, großen Festzelt. Bei diesem Abschluss war deutlich zu spüren, wie sehr die komplette Ortschaft Eichenbühl mit allen ansässigen Vereinen hinter ihrem Rennen steht. Es ist schön, dies miterleben zu dürfen.
Noch ein Wort in eigener Sache: Wegen Urlaub des Autors hat der Rückblick auf Eichenbühl ungebührlich lange gedauert. Und er ist auch noch nicht vollständig, weil der Blick auf den Sport fehlt. Wer live vor Ort oder im Stream dabei war, kennt die Ereignisse und Resultate ohnehin. Die Ergebnisse und Zwischenstände aller Serien und Meisterschaften sind easy nachzulesen, einfach hier den Link klicken. Was jetzt nicht bedeutet, dass das Geschehen auf der Strecke für immer unbeleuchtet bleibt. Es wird zeitnah darauf zurückgeblendet werden.
Und natürlich wollen wir noch kurz nach vorne schauen: Für den KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal sind noch das NOBLEND Autobergrennen Esthofen – St. Agatha in Oberösterreich und das 43. ADAC Bergrennen Mickhausen zu absolvieren. Die letztgenannte Veranstaltung ist dann nicht nur das Finale der Serien des Berg-Cup e.V., sondern auch der Abschluss der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft. All das wird sich in einem kurzen Zeitraum abspielen. St. Agatha steht vom 25. bis 27. September im Programm, Mickhausen folgt eine Woche später.
St. Agatha, wie das nur 45 Kilometer von Passau aus die Donau abwärts gelegene Rennen kurz genannt wird, zählt auch zum tschechischen Championat sowie zur FIA-Zonenmeisterschaft für Central Europe. Genannt haben dafür 220 Teilnehmer aus 11 Nationen, das Feld reicht vom historischen Steyr-Puch bis zum Nova Proto NP01 HondaTurbo. Das Training beginnt Samstagmittag mit zwei Durchgängen, einen weiteren gibt es am Sonntagvormittag. Danach fallen die Entscheidungen in zwei Rennläufen. Erstmals wird es von St. Agatha einen professionellen Livestream geben.
Und bitte denkt daran, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde: Nach Mickhausen ist Schluss mit Livegenuss bis Ende April 2027. Da wäre es doch gut, die Tanks zuvor nochmals aufzufüllen. Dazu laden wir euch herzlich ein, wir freuen uns auf euch!
Uli Kohl, 22.09.2026
Im Klartext: Wir kümmern uns hier und jetzt um die die Abteilung Performancefactor. Den Beginn macht die mit 16 Teilnehmern stark besetzte 5c. Die stand erneut ganz im Zeichen von Fabian Brügge. Bestzeit im Training und in beiden Race-Heats, das ist seine Erfolgsformel zum souveränen Klassengewinn Nummer neun auf dem BMW E36 325i.

Umsortierungen und Positionswechsel – dergleichen passiert nur hinter ihm. Marken- und Typenkollege Florian Wissing kommt am Übungstag bis auf 0,812 Sekunden an ihn heran, Hannes Menninger bezieht auf BMW E36 318iS Rang drei. Alexander Reder (BMW 318iS) komplettiert das weiß-blaue Spitzenquartett, Lukas Friedrich ist im Ford Fiesta bester Frontantriebsfahrer.

Zum Rennauftakt spurtet Alexander Reder auf die Zwei nach vorne, Lukas Friedrich setzt sich auf die Drei, es folgen Florian Wissing und Hannes Meninger. Im finalen Run haben nur die Plätze eins und zwei Bestand. Florian Wissing attackiert und schafft Podiumsplatz drei, Lukas Friedrich ist Vierter, Ralf Fladung holt im Peugeot 206 RC Rang fünf vor Hannes Menninger und Opel-Astra-Pilot Marc Schmitz. So ganz nebenbei hat Fabian Brügge auch den Klassenstreckenrekord von Nick Mai aus dem Vorjahr regelrecht pulverisiert. Die Messlatte ist jetzt von 1:33,02 auf 1:30,484 gelegt.
Die 5b hält auf Ordnung. Schon am Trainingsende ist das Bild gezeichnet, dass sich zum Rennende unverändert darstellt.

Mit Youngster Moritz Minichberger (Honda Civic Type R) an der Spitze, Alexander Thrun im Renault Clio auf der Zwei und Kira Gerspacher (VW Golf GTI III) als Dritter. Ex-Motorradrennfahrer Roman Ahke pilotiert seinen Opel Corsa B GSI auf Position vier. Auch hier purzelt der Klassenrekord. Der neue Inhaber ist Moritz Minichberger, für ihn werden 1:28,791 festgehalten.
Der Eichenbühl-5a-Samstag zeigt auf den Top-Drei-Rängen einen BMW im Renault Sandwich. Die Zutaten: Bestzeit für Leopold Gast. Mit seinem Clio 4 Cup liegt er 0,596 Sekunden vor Stephan Korbach (323ti E36). Ihm knabbert, lediglich weitere vier Zehntel zurück, Thomas Flik im Clio 3 Cup quasi am Heckblech. Am Sonntag erwischt Stephan Korbach den besten Start, führt 0,919 Sekunden vor Leopold Gast, der seinerseits ein Polster von 1,358 Sekunden auf Thomas Flik aufgebaut hat. Aber die Renault-Jungs sind nicht gewillt, sich dem BMW zu beugen, rauschen am 323ti vorbei. Leopold Gast gewinnt schlussendlich souverän vor Thomass Flik, der den BMW von Stephan Korbach um 32 Hundertstel hinter sich halten kann.

Spiel, Satz und Sieg. So gestaltet Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) seinen Auftritt in der 4b. Er liegt immer auf Position eins. Jürgen Gerspacher im VW Golf 1 und Maximilian Gast (VW Golf Turbo) kommen ihm in den Übungsauffahrten am nächsten. Ein Fragezeichen steht hinter Michael Schumacher, von ihm gibt es kein wirklich aussagekräftiges Trainingsresultat. Am Sonntagmorgen zeigt er sich in großer Form, fährt mit seinem VW Polo G60 auf Position zwei, liegt dort 0,536 Sekunden vor Maximilian Gast. Für den kommt es im finalen Heat knüppeldick. Sowohl Local Hero Eric Schlegel (VW Golf V) als auch der Schweizer Michael Heimgartner mit seiner BMW Limousine ziehen an ihm vorbei, holen sich die Positionen drei und vier, Maximilian Gast ist final Fünfter. Und Jürgen Gerspacher? Den hat die Defekthexe nach dem zweiten Training aus dem Verkehr gezogen, er kann auch im Rennen nicht antreten. Notiz am Rande: Die Klassenbestzeit des
zweiten Race-Heats setzt Michael Schumacher, ist dabei 0,446 Sekunden weniger zwischen Start und Ziel unterwegs als Jens Weber.
Internationale Hochspannung ist in der 4a angesagt. Und nein, liebe Leser, es geht für einmal nicht um diplomatische Verwicklungen. Sondern um Top-Racing. Denn es treffen zwei Erfolgsverwöhnte aufeinander. Da ist einerseits, die Schweiz vertretend, Sergio Kuhn, der auf einen Peugeot 308 TCR vertraut. Andererseits Andy Heindrichs, in Belgien geboren und aufgewachsen, jetzt in Deutschland lebend. Er führt momentan die Luxemburger Tourenwagen-Berg-Meisterschaft an.

Sein Renner ist der bewährte Opel Wiebe Corsa A 16V. Der Samstag geht mit einem Vorteil von 0,427 Sekunden für Sergio Kuhn zu Ende. Den halbiert Andy beim Rennauftakt nahezu. Sergio liegt 0,259 Sekunden vorne. Den zweiten Race-Heat gewinnt Andy. Er nimmt Sergio 0,165 Sekunden ab. Das Additionspendel schlägt um winzige 94 Tausendstelsekunden zugunsten von Sergio Kuhn aus. Das, was die beiden gezeigt haben, ist Bergrennsport auf höchstem Niveau. Dritte im Bunde der Podestplätze ist Achim Kreim. Mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 platziert er sich vor Tim Kleinsorg (BMW 325i) und Werner Walser in der Opel Kadett C Limousine.

Der Letztgenannte ist zugleich der 4a KW 8V-Trophy Gewinner. Die harte Auseinandersetzung an der Spitze ist nicht nur rekordverdächtig, sie produziert tatsächlich eine neue Bestmarke. Sergio Kuhn eilt im ersten Race-Heat nach 1:25,045 durch die Ziellichtschranke.
„Ich will mein Heimrennen gewinnen.“ Das war die klare Ansage von Daniel Winkler. Die setzt er im Audi RS3 TCR konsequent um.

Trainingsbestzeit und Schnellster in beiden Wertungsläufen. Das ergibt unter dem Strich nicht nur den klaren Sieg in der 3b, sondern mit 1:23,726 on top auch einen neuen Klassenrekord. Hinter ihm ist es abwechslungsreicher. Marcus Hagmann setzt sich am Samstag und im ersten Run am Sonntag mit seinem Seat Leon Mk 3 auf Position zwei. Im zweiten Race-Heat schlägt aufgrund der Verhältnisse die Stunde der Turbo-Allradler.

Mit ihren Subaru Impreza WRX STI machen Christian Fouquet und Pascal Ehrmann im wahrsten Sinne des Wortes Boden gut, gehen an Marcus Hagmann vorbei auf die finalen Plätze zwei und drei. Fünfte wird Sabine Göhrig (Ford Focus ST) vor Karl-Heinz Müller im BMW M140i.
Das 3a Podium ist eine reine Porsche Angelegenheit. Der Übungstag verspricht einen heißen Fight um den Klassensieg. Denn Rainer Noller (991.1 GT3 Cup) hat als Zweiter nur 44 Tausendstel Rückstand auf Florian Hess im 997 GT3 Cup.

Dritter ist Albert Vogt mit seinem 997 GT3. Rennlauf eins geht an Florian Hess. Er liegt 0,857 Sekunden vor Rainer Noller. Der wirft jetzt seine ganze Routine und Erfahrung in die Waagschale, wird als einziger seiner Klasse im Finale schneller. Das ist der Sieg für ihn, 1,271 Sekunden vor Florian Hess. Albert Vogt bleibt auf der Drei, Vierter wird Manfred Scheubeck im VW Scirocco 3 R.
Die acht Fahrer der 2a kommen aus vier Nationen. Mit dabei ist auch der schnellste Tourenwagenpilot des Vorjahres, Thomas Strasser im VW Minichberger Corrado R Turbo. Und wie üblich ist der Tiroler nicht nur dabei, sondern auch ganz vorne dran. Sein Sieg ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Mikko Kataja ist im Training und in der ersten Auffahrt sein engster Verfolger. Hinter seinem Toyota Starlet V8 liegt am Samstag Holger Hovemann. Der musss sich aber schweren Herzens noch vor dem Rennen mit einem Antriebswellenschaden an seinem Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 abmelden. Seine Position drei übernimmt in Lauf eins Charles Valentiny mit seinem bärenstarken Subaru Impreza STI. Im zweiten Run nutzt der Luxemburger die Gunst der Bedingungen und die Vorzüge seines Allradantriebes und geht noch um 0,171 Sekunden an Mikko Kataja vorbei. Damit ist das internationale Podium komplett. Bestehend aus den Nationen Österreich, Luxemburg und Finnland. Auch Rang vier geht ins Großherzogtum. Geholt von Michel Fernandes im Porsche 992 GT3 Cup. Rang fünf bleibt in Deutschland. Dafür sorgt Sebastian Kühn mit seinem BMW 1M GTR.
Bei den E2-Silhouette-Rennern ist Marco Farrenkopf im Silver Car S2 Evo leider als Alleinunterhalter unterwegs. Was seiner Motivation keinen Abbruch tut. Das beweist sein neunter Rang in der Gesamtwertung klar und deutlich.
Bleibt noch der Blick auf die Tourenwagen-Gesamtwertung. Auf den Plätzen eins bis drei entspricht diese voll und ganz dem 2a-Podest. Will heißen: Thomas Strasser vor Charles Valentiny und Mikko Kataja. Gefolgt vom Top-Duo aus der 3a in Form von Rainer Noller und Florian Hess.
Damit liebe Leser, sind wir mit der Berichterstattung wieder am Aufholen. Der St. Agatha Report und die Vorschau auf das große Finale in Mickhausen werden zügig folgen.
Uli Kohl, 29.09.2026
Inklusive des 57. Bergrennen Eichenbühl sind in der 38. KW Berg-Cup und 25. NSU-Bergpokal Saison nur mehr drei Rennen zu absolvieren. Die Punktekontos können danach nur mehr in St. Agatha (25.-27.09.) und Mickhausen (02.-04.10.) aufgefüllt werden.
Die Organisatoren des MSC Erftal e.V. im AvD dürfen sich über ein richtig gutes Feld von 153 Rennautos freuen, das 31 auf Gleichmäßigkeit fahrende Teilnehmer noch weiter aufstocken. Der Löwenanteil von 131 Nennungen ist für die Tourenwagen-Division 1 abgegeben worden, 86 davon kommen von Aktiven des Berg-Cup e.V. Exakt aufgeschlüsselt sind das 13 Fahrzeuge im NSU-Bergpokal, 35 gehören in die KW Berg-Cup Division Performancefactor (Pf) und 38 in die Abteilung Klassik. Aus diesen Zahlen lässt sich herauslesen, dass alle in den Wertungen vorne Liegenden noch einen Angriff auf weitere Verbesserung ihrer Position starten. Ein Fahrer plus zwei Teams können den kommenden Events allerdings relativ gelassen entgegen sehen. Weil sie bereits acht echte Top-Ergebnisse ihr Eigen nennen können. Und acht ist sowohl im NSU-Bergpokal als auch im KW Berg-Cup die magische Nummer. Fangen wir mit den NSU an: Jannik und Steffen Hofmann sind hier einmal mehr das Spitzenteam. Allerdings steht noch der von den Regeln geforderte Renneinsatz von Steffen aus, dieser wird höchstvermutlich in St. Agatha stattfinden. Und er muss funktionieren, um den Erfolg endgültig auf Nummer sicher zu haben. In der KW Berg-Cup Division Pf hat Fabian Brügge im BMW E36 325i schon achtmal seine Klasse gewonnen. Der 24-Jährige kann maximal noch Nuancen an seinem Zählerstand verbessern. Neben der Division Pf führt er auch die Rookie- und Youngsterwertung souverän an. Ganz ähnlich ist die Situation im Klassik-Lager. Das Team Armin Ebenhöh / Tobias Mayer (VW Minichberger Scirocco 16V) kann mit sieben Siegen und einem zweiten Platz in ihrer 1400er-Klasse aufwarten. Also darf man auch hier gratulieren.
Bevor wir uns jetzt zu sehr in Punkte und Ranglisten verlieren, kehren wir kurz nach Eichenbühl zurück. Zu einem Event, in das die komplette Ortschaft mitsamt ihren Vereinen involviert ist. Mit Verkauf, Kuchentheke und großem Festzelt, in dem auch die Siegerehrung vor vollem Haus bei bester Stimmung stattfindet. Aber bevor die in Szene geht, ist die 3,050-Kilometer Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach zu absolvieren. Am Samstag zum Üben mindestens dreimal. Das heißt, wenn es gut läuft, vielleicht auch viermal. Dazu behält man sich vor, im dritten Training mit Rot gestoppte Autos nicht zurückzuführen, sondern vom Standplatz aus weiter nach oben zu schicken – eine sehr interessante Variante! Für den Rennsonntag sind drei Auffahrten gesetzt, aus denen die zwei besten Zeiten zur Wertung herangezogen werden. Los geht es morgens jeweils um 08:00 Uhr. Oder, wenn alles rechtzeitig fertig ist, gerne auch ein paar Minuten früher. Der Wetterfrosch ist zurzeit mit den Erftalern verbündet und quakt von trockener Piste und angenehmen Temperaturen zum Genießen. Völlig egal ob am Start, in der W&K Kurve, dem Crew-Knüttel-S, der Suzuki Kurve, der Klinge sowie der Honda-, Lackie- und Zielkurve. Nach Ende des Trainings gibt es noch eine tolle Zugabe im Crew-Knüttel-S. Dort werden die drei schnellsten Piloten des Tages geehrt und interviewt.
Kurz vor dem Saisonende sei es erlaubt, noch einen kurzen Blick auf die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM) zu werfen. Die es ja 2026 doppelt gibt, einmal für Touren- und einmal für Sportwagen. Für beide Sparten gibt es nur ein einziges Streichresultat, was die Sache bei zurzeit noch zwei ausstehenden Wettbewerben echt prickelnd und noch nicht endgültig entschieden gestaltet. Bei den Autos mit Dach sind die Top-Titelanwärter Fabian Brügge und Jannik Hofmann. Sie sind nur durch drei Punkte getrennt. Weitere acht Zähler zurück besitzt auch Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) noch reelle Chancen auf Verbesserung. Alle weiteren Teilnehmer haben sich bereits einen kleinen Respektabstand eingehandelt. Werner Weiss (Ford Escort RS 1800), Andy Heindrichs im Opel Wiebe Corsa und Thomas Flik (Renault Clio 3 Cup) halten noch Kontakt nach vorne. Wobei es im Feld der Verfolger untereinander höllisch knapp zugeht. Im Bereich Sportwagen werden es der momentane Leader Bastian Voss (Tatuus Formula Master / Osella PA 2000 Evo), Benjamin Noll (Osella PA 30 / FA 30) und Marco Lorig mit seinem Tatuus Formula Master unter sich ausmachen, wer 2026 den Titel holt.
In Anbetracht der Informationen im Text sollte es für euch, liebe Anhänger des flotten Gipfelsprints und Fans des NSU-Bergpokals und KW Berg-Cups nun nur mehr eine Sache zu erledigen geben: Nämlich Karte oder Navi zur Hand zu nehmen und eine passende Route nach Eichenbühl herauszusuchen. Ihr wisst ja, es ist richtig zentral gelegen. Und wenn wir euch bisher immer noch nicht von „live ist live“ überzeugen konnten, haben wir noch ein Ass im Fahreranzugärmel. Am Freitagabend ab etwa 18:30 Uhr wird Fußball gespielt. Die Traumpaarung lautet: NSU-Bergpokal gegen KW Berg-Cup. Das gab es vor vielen, vielen Jahren schon in ähnlicher Form. Als Teil des 25-Jahre-Jubiläums des NSU-Bergpokals lebt es nun am damaligen Schauplatz wieder auf. Nun, überzeugt? Ja? Das ist genial, wir freuen uns auf euch, sichert euch rechtzeitig die besten Plätze. Am Fußballfeld und an der Strecke.
Uli Kohl, 06.09.2026