Geht es euch so? Gedanklich sind wir noch ganz am Beginn der 38. KW Berg-Cup Saison, doch der Blick in den Kalender lehrt, dass im Eichsfeld mit dem „28. Int. ADAC Ibergrennen“ bereits der sechste von dreizehn geplanten Gipfelsprints in Szene gehen wird. Das heißt, wir sind unmittelbar vor Halbzeit. Für NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup geht damit ein heißer Zwischenspurt zu Ende. Bestehend aus den Events Hemberg in der Schweiz, Glasbach und Iberg, mit jeweils nur einer Woche dazwischen. Drei Wochen sind es dann bis Homburg, anschließend liegt der Turnus bei zwei bis drei Wochen Pause. Die Ausnahme von der Regel folgt ganz am Ende. Zwischen Esthofen - St. Agatha und dem Finale in Mickhausen liegt wieder nur eine Woche. Was aus geographischen Gründen – so wie bei Glasbach und Iberg – nicht ganz so schlecht sein dürfte. Nämlich genau dann, wenn die Zeit dazwischen mit wenig Transport-Kilometern und etwas Urlaub verbunden werden kann.
Der Iberg ist nach einer kurzen, durch Baumaßnahmen bedingten, Auszeit wieder zurück. Darüber freuen wir uns aus vielen Gründen. Zu denen gehört das direkt in der Stadt liegende, zentrale Fahrerlager mit seinen Einkaufs- und Gastro-Angeboten ebenso wie der fürs Racing benutzte, 2,050 Kilometer lange Abschnitt der von Heilbad Heiligenstadt nach Kalteneber führenden L2023. Der zunächst mit steilem Start geradeaus geht, um sich dann alsbald selektiv und tricky zu präsentieren. Für Samstag und Sonntag sind jeweils vier Läufe angesetzt, mit den Beginnzeiten 8:45 und 9:00 Uhr. Schon 30 Minuten nach Ende der letzten Rückführung werden die Erfolgreichen des Ibergrennens im Fahrerlagerbereich geehrt.
Um Pokale und Preise bewerben sich knapp 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 31 davon im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), die anderen fighten um die schnellsten Zeiten. 65 davon machen das in Tourenwagen der Division 1. Mit neun Ausnahmen gehören sie alle zum NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup, der seit diesem Jahr dual läuft. Mit einer Division Klassik für verbesserte, vor 2000 gebaute Tourenwagen und – neu – der Division Performancefactor. Für den Event in Heilbad Heiligenstadt lautet die Aufteilung 27 Klassiker und 19 Performer plus stolze zehn luftgekühlte Heckmotorrenner im NSU-Bergpokal. Auch die Klassik-1400er glänzen übrigens mit einer zweistelligen Zahl von 13 Fahrzeugen.
Ein Besuch in Heilbad Heiligenstadt wird sich also auf jeden Fall lohnen, wir freuen uns sehr über alle, die zum Iberg kommen. Weitergeben möchten wir hier noch eine große Bitte des Veranstalters MC Heilbad Heiligenstadt. Das ist die Bitte um Disziplin. Diese betrifft Teilnehmer, deren Begleiter und Schrauber ebenso wie die Besucher, die übrigens im Stadtfahrerlager besonders leicht Kontakt zum illustren Rennvölkchen aufnehmen können. Letztlich ist die erbetene Disziplin ein wichtiger Baustein für den Fortbestand des Ibergrennens. Und den wollen wir als Liebhaber des Bergrennsports doch ganz bestimmt sichern.
Uli Kohl, 17.06.2026
Das kann ja auch gar nicht anders sein, wenn sich zur FIA European Hill Climb Championship noch die Meisterschafts-Prädikate aus Luxemburg, Österreich und Deutschland plus die Serien NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup gesellen. Das ergibt über 130 Teilnehmer aus mehr als 15 Nationen, begleitet von einem großen Aufgebot an Journalisten und Bildberichterstattern. Der Ort Steinbach zeigt sich einmal mehr als perfekter, freundlicher Gastgeber, öffnet Tore, Plätze und Garagen. Reto Meisel bricht am Freitag bei der Pressekonferenz eine Lanze für den flotten Gipfelsprint: „Bergrennsport, das ist eine so offen zugängliche, attraktive und höchst spannende Motorsportdisziplin mit einem unglaublichen Mix an Fahrzeugen, die dringend mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden muss.“
Gut, diesen Auftrag haben wir verstanden, lasst uns also damit anfangen. Zunächst stellen wir die Strecke vor: Seit 2024 ist sie 5.300 Meter lang, bietet 35 Kurven und eine Schikane. Der Zustand ist top, die Sicherheitseinrichtungen ultramodern. Der Vergleich mit einem Eiskanal liegt nahe, gerade im unteren Streckenteil, der nicht nur mit doppelten Leitplanken, sondern zusätzlich mit zahlreichen Betonleitelementen abgesichert ist.
Von Freitag auf Samstag hat es nochmals geregnet, die erste Trainingssitzung ist deshalb mit Vorsicht anzugehen, in der zweiten und dritten Übungsauffahrt sind die Bedingungen konstant gut, Regenreifen und ähnliches haben spätestens ab Mittag Feierabend. Für den Sonntag sind zwei Rennläufe angesetzt, sie beginnen wie die Practice Runs pünktlich um 08:30 Uhr. Was sich dabei ereignet hat, das wollen wir jetzt Klasse für Klasse Revue passieren lassen. Das machen wir gemäß den von DMSB und KW Berg-Cup vorgesehenen Einteilungen, nicht nach dem FIA EHCC Raster.
Als erstes drücken die NSU auf die Anlasserknöpfe, willig springen sechs per Luft gekühlte Motoren an. Schnell kristallisiert sich heraus, dass gegen Jannik Hofmann kein Kraut gewachsen ist, er gewinnt souverän mit großem Vorsprung. Einen der Podiums Mitanwärter zieht im zweiten Wertungslauf die böse Defekthexe aus dem Verkehr. Gemäß Schnelldiagnose hat sie ein Loch in einen Kolben des 1200C von Thomas Krystofiak genagt. Der kann nun aus erster Reihe beobachten, wie Walter Voigt und Wolfgang Weigert die Plätze zwei und drei fixieren. In der NSU-Klassik-Wertung sind die zwei zuletzt genannten die Nummer eins und zwei, Klaus Betten wird hier Dritter. Übrigens: Jannik Hofmann verbessert den NSU-Streckenrekord von Papa Steffen aus 2024 um 0,168 Sekunden auf 2:47,560.
Auf der 1400er Klassik-Bühne läuft ein Krimi der Extraklasse. Armin Ebenhöh (VW Minichberger Scirocco 16V) und Marcel Hellberg im VW Golf 1 16V von Teampartner Markus Hülsmann duellieren sich auf allerhöchstem Niveau. Im ersten Lauf ist Armin 51 Tausendstel-Sekunden eher oben im Ziel als Marcel. Auch im Final-Run ist Armin Ebenhöh einen Tick schneller, diesmal sind es 0,407 Sekunden. Podestplatz drei sichert sich Nils Abb im 8-Ventiler VW Schneider Polo mit spektakulären Fahrten. Rang vier geht an Thomas Pröschel (VW Schneider Corrado 16V), dahinter läuft Philipp Plein ein, der zugleich Zweiter der 1400er KW 8V-Trophy ist. Position drei in der Sonderwertung mit den roten Startnummern holt sich René Christall mit seinem Simca Rallye 2.
Ein Klassik 1600er plus drei 2-Liter ergibt Zusammenlegung. Lars Heisel erklärt von Anfang an, dass er hier mit seinem Opel Böhm Kadett C Coupé 16V der Hausherr ist. Der amtierende KW Berg-Cup Gesamtsieger fährt einen deutlichen Sieg heraus. Vor Youngster Marvin Ruwe (VW Minichberger Golf 1 GTi 16V) und Ronny Hering, dessen 1600er VW Scirocco nach den Regeln der früheren Gruppe 2 vorbereitet und deshalb mit einer mechanischen Benzineinspritzung ausgestattet ist. Ronny behält in der Glasbach 8V-Wertung knapp die Oberhand über Michael Rauch im Opel Briegel C Kadett Coupé.
Zwei Mitglieder des Klassik-Clubs bis 3000 Kubikzentimeter sind zum Glasbachrenen angereist. Einer davon, Marcel Gapp, mit Problemen am Zugauto. Endlich Thüringen erreicht, überträgt sich im Training der Technik-Trouble auf den BMW M3 E36 3.0, genauer gesagt auf den Bereich Hinterachse und Differential. Aber bis Sonntag ist alles wieder paletti. Da stört es Marcel wenig, dass Alexander Wolk (VW Minichberger Golf 2 Turbo) die schnelleren Zeiten auf seiner Seite hat. Der Blick in die Gesichter während der Rückführungen beweist, dass Marcel Gapp jeden einzelnen Glasbach-Meter trotzdem voll genossen hat.
So, kümmern wir uns nun um die nach Performancefactor (Pf) eingeteilten Gruppen und Klassen. Im BMW E36 325i hat Fabian Brügge die 5c fest im Griff. Daran ändert auch das Mitmachen von DBM-Vorjahressieger Nick Mai (BMW E36) nichts, er wird Zweiter. Überhaupt ist das Podest fest in BMW Hand: Rang drei holt sich Alexander Reder auf einem 318iS. Die Positionen vier und fünf sichern sich Lukas Friedrich im Ford Fiesta und Hannes Menninger (BMW 318iS).
Die 5b gewinnt Moritz Minichberger mit seinem Honda Civic Type R unangefochten. Mit ihm steigen Luigi D’Acri (Peugeot 106 Rallye 16V) als Zweiter und der österreichische Suzuki-Swift-Sport-Pilot Thomas Großauer als Dritter auf das Siegerstockerl.
In der 5a mischen die internationalen Teilnehmer kräftig mit. Der Gewinner ist Vojtech Beda mit seinem Peugeot 308. Als Zweiter zeigt Leopold Gast (Renault Clio Cup 4) eine beeindruckende Leistung. Final liegt er weniger als vier Sekunden hinter Vojtech Beda zurück. Im zweiten Lauf beträgt die Differenz lediglich 299 Tausendstel. Dorde Vesnic beendet sein Glasbach Wochenende im Renault Clio 4 RS als Dritter, Thomas Flik (Renault Clio 3 Cup) auf Position fünf.
Fünf KW Berg-Cup’ler und ein Gipfelsprinter aus Luxemburg bilden die 4b. Die ersten fünf Positionen gehören von eins beginnend Jens Weber im Opel Kadett C 16V, Michael Schumacher mit seinem VW Polo G60, Maximilian Gast (VW Golf Turbo), Stefan Schäfer auf Opel Kadett Limousine und Josef Faber (Opel Kadett C Coupé).
Das 4a Podium beanspruchen internationale Gäste für sich. Das sind Geburtskind Patrick Mayer (AUT) mit seinem VW Golf 1 16V als Sieger, der Kroate Matija Jurisic (Peugeot 308 TCR 1.6) auf P2 und Norbert Nagy (HUN/BMW E46 1.8T). Mit sehr ansprechenden Zeiten pilotiert Andy Heindrichs seinen Opel Wiebe Corsa 16V auf Rang vier.
Zwei Turbo-Allradler bestimmen das 3b-Tempo. Lars Bröker ist im Mitsubishi Lancer Evo X der Gewinner. Platz zwei ist die Angelegenheit von Pascal Ehrmann (Subaru Impreza WRX STI). Auf Position drei folgt Daniel Winkler mit seinem Audi RS3 TCR. Daniel Müller komplettiert im BMW M140i als Vierter den KW Berg-Cup 3b-Auftritt. Sabine Göhrig dreht sich mit ihrem Ford Focus ST kurz nach dem Start zu Lauf zwei aus der Wertung.
Milovan Vesnic drückt der 3a mit seinem Audi RS3 LMS den Stempel auf, sprintet auf Platz eins. Ihm folgen Kai Neu (Ford Fiesta N Sport) und Florian Heß im Porsche 997 GT3 Cup auf den nächsten Positionen. Kai Neu fährt im ersten Heat 0,811 Sekunden Vorsprung auf Florian Heß heraus. Im Finale ist der aber 0,807 Sekunden schneller, holt Kai somit fast ein. Schlussendlich liegen 4 Tausendstel zwischen Ford Fiesta und Porsche 997.
Alexandru Pitigoi und Michal Roll (beide Porsche 992 GT3 Cup) liegen in der soeben genannten Reihung an der 2b-Spitze. Michael Weber beschädigt sich im ersten Lauf durch Leitplankenkontakt eine rechte Radaufhängung, kann deshalb mit seinem Audi 80 Quattro Turbo im Finale nicht mehr dabei sein.
Mit elf Startern ist die Pf2a sehr gut besetzt. Schon am Trainingssamstag deutet sich an, dass der Spanier Javier Villa Garcia im konsequent nach Pf- und HC1-Regeln gebauten BRC 110T mit 2,1-Liter Honda-Turbo-Power zu beachten sein wird. In der ersten Sonntagsauffahrt bremsen den Spanier ab etwa Streckenmitte Motorprobleme ein. Im VW Minichberger Corrado R Turbo geht Thomas Strasser in Führung, ist 7,514 Sekunden schneller als Javier. Im zweiten Run brennt der Spanier eine schier unfassbare 2:09,650 in den Glasbach Asphalt. Damit pulverisiert er den Division 1 Streckenrekord, den Karl Schagerl mit seinem 860 PS starken VW Golf Rallye TFSI-R 2024 mit 2:15,030 aufgestellt hat, um sage und schreibe 5,380 Sekunden. Mit diesem Meisterstück zoomt er sich in der Addition noch bis auf 29 Tausendstel an Sieger Thomas Strasser heran, wird Zweiter. Position drei ist die Angelegenheit des amtierenden Meisters aus Österreich. Das ist Kevin Michael Raith im Porsche 992 GT3 Cup. In diesem Klassefeld belegt Holger Hovemann mit seinem Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 hinter Bernhard Permetinger (BMW Z4 GT3) einen starken fünften Rang.
Die Pf1 und den Gewinn der Division 1 sichert sich Reto Meisel im Mercedes-Benz SLK 340 vor Igor Stefanovski (Ferrari 488 Challenge Evo) und Mitsubishi-Mann Domagoj Perekovic. Wobei noch schnell anzumerken bleibt, dass selbst Reto Meisel das Tempo des zweiten Wertungslaufs von Javier Villa Garcia um mehrere Sekunden nicht mitgehen kann. Seine schnellste Marke ist eine 2:14,333. Für Nicole Prinzing (Audi TT) endet der Trip zum Glasbach nach einem Ausrutscher in Durchgang zwei leider vorzeitig.
Knapp nach 18 Uhr beginnt auf dem Marktplatz in Steinbach vor viel begeistertem Publikum die Siegerehrung. Einige der Teilnehmer bleiben gleich in Thüringen. Denn schon am kommenden Wochenende geht es etwas weiter nördlich, im Eichsfeld, am Iberg weiter. Es ist für NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup das dritte Rennen in Folge. Im Anschluss gibt es drei Wochen Pause bis zum Bergrennen Homburg. Wie wäre es denn damit: Iberg auf jeden Fall noch mitnehmen und im Anschluss daran bis zum Homburg-Termin (10.-12.07.) regenerieren. Denn auch dort brauchen und zählen wir vom NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup auf eure volle Unterstützung, liebe Freunde und Fans unserer Bergrennserien.
Uli Kohl, 17.06.2026
Bekannt war es schon länger, jetzt kann es auch offiziell bestätigt werden.
Erstmals ist das Bergrennen Oberhallau (28.-30.08.) für beide Divisionen auch ein Lauf zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM).
Durch die traurigen Ereignisse in Eschdorf, wo kein Rennlauf zu Ende gefahren werden konnte, ist die Veranstaltung in Luxemburg aus dem Kalender gefallen. Das bedeutet, dass die Option eines DBM-Streichergebnisses offen geblieben ist. Für den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup bleibt es bei der Wertung der acht punktbesten Resultate.
Uli Kohl, 02.06.2026

Eines haben FIA European Hill Climb Championship, NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup gemeinsam: Es ist der jeweils fünfte Lauf im Kalender. Der Blick auf die knapp 140 Autos umfassende Nennliste des 27. Int. ADAC Glasbachrennen verheißt großen Sport. 109 Top-Tourenwagen werden erwartet, darunter 52 Pilotinnen und Piloten aus NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup. Sie treffen nicht nur auf die europäische Berg-Elite, sondern auch auf Spitzenfahrer aus Luxemburg und Österreich, die auf der 5,3-Kilometer-Strecke ebenfalls um Zähler für ihre Landesmeisterschaften fighten. Und natürlich ist die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft mit von der Partie. Nicht zu vergessen das erlesene Feld von fast 35 Sportwagen.
Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist der Fahrerlagerort Steinbach bei Bad Liebenstein. Seit jeher wird der Berg-Tross dort mit offenen Armen, Toren, Plätzen und Garagen empfangen, die Einwohner leben das Bergrennen total mit. Diese Gastfreundschaft strahlt auch auf die Teilnehmer aus, hebt die Motivation noch um einige Extragrad an. Die Strecke im Thüringer Wald ist die längste im deutschen Kalender, sie gilt außerdem als die modernste in Europa, setzt zum Beispiel mit ihrer Absicherung per Lichtsignal hohe Standards. Gerne wird gerade der untere Teil bis zur Schikane als Eiskanal bezeichnet, der größtenteils zwischen Leitplanken und Betonelementen verläuft. Millimetergenau gilt es hier durchzuzirkeln, Präzision ist Voraussetzung. Im oberen Teil wird die Piste schneller, bevor es mit einer Linkskehre Richtung Ziel geht.
Am Freitag ist nach Prüfung der Dokumente und Technischer Abnahme um 18:30 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt, gefolgt von Eröffnungszeremonie und Race Party. Diese wiederholt sich am Samstag ab 20 Uhr nach den drei Trainingsläufen. Das sportliche Geschehen auf der Strecke beginnt jeweils um 08:30 Uhr. Sonntags startet der zweite, finale Race Heat um 12:00 Uhr, etwa 90 Minuten nach der letzten Rückführung findet auf dem Marktplatz in Steinbach die Siegerehrung statt.
Das ist dann der Abschluss eines großen Bergrennsportwochenendes, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans. Gerade in der Auseinandersetzung mit dem Klassefeld brauchen wir eure Unterstützung. Wir vom Berg-Cup e.V. und der Veranstalter RSG Altensteiner Oberland freuen uns auf euch. Und denkt bitte daran: Nur eine Woche später wartet mit dem Iberg bereits das nächste Highlight auf uns.
Uli Kohl, 09.06.2026
Sie ist klein, aber fein. 23 Autos hat sie im Gepäck. Das Ziel liegt in der Schweiz, im Kanton St. Gallen, Toggenburg ist die genauere Regionsbestimmung. Vom Südufer des Bodensees aus ist es etwa noch eine Autostunde bis zum Ort des Geschehens. Von Hemberg aus ist eine atemberaubende Rundumsicht auf die umliegenden Berge zu genießen.
Aber wir wollen hier nicht in Tourismus machen, sondern in Rennsport. Die Piste misst 1,758 Kilometer. Die haben es allerdings absolut in sich, fordern vom Start weg einfach alles. Millimetergenaues Fahren ist angesagt. Ganz besonders im unteren Streckenteil, der sich teils eng, teils schnell präsentiert. Dabei ist es immer kurvig. Eine Schlüsselstelle ist die 180-Grad-Kehre am Rütelirank, sie liegt etwa in der Mitte der Strecke. Danach wird es mit dem Sprint ins Ziel richtig schnell. Pro Tag gibt es drei Läufe, los geht’s jeweils schon um 7:30 Uhr. Das Feld 3, zu dem NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup zählen, ist kurz vor 9 Uhr erstmals unterwegs. Untergebracht ist unsere Reisegruppe in St. Peterzell. Die insgesamt knapp 230 Rennautos verteilen sich auf drei Ortschaften, Bächli und Hemberg selbst sind die weiteren Destinationen. Erstmals in diesem Jahr greifen Wolfi Glas (VW Polo 16V), Alex Thrun im Renault Clio 2 Cup, Moritz Minichberger (Honda Civic Type R) und Edi Bodenmüller mit dem 2,5-Liter Opel Kadett C Coupé 16V ins KW Berg-Cup Geschehen ein. Und Nicole Prinzing übergibt das Cockpit des Audi TT an ihren Mann Sven.
Der letzte Auftritt unserer Reisegruppe ist sonntags für 15:33 bis 16:17 Uhr geplant. Schon kurz danach findet mitten in St. Peterzell vor dem Landgasthof Schäfle die Siegerehrung statt. Neben dem Rennfeld gibt es in Hemberg Renntaxis, Karts sowie Show- und Werbecorsos. In Verbindung mit der wunderschönen Landschaft, der präzisen Organisation, der freundlichen Aufnahme, dem prickelnden Rennsport und den positiven Eindrücken des Vorjahres vergeben wir für Hemberg das Prädikat „sehr empfehlenswert“. Also nichts wie hin, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Bis dann!
Uli Kohl, 02.06.2026
Beeindruckend schöne Landschaft, freundliche Leute, ausgefeilte Organisation, top Fahrerlager, absolut fordernde, steil ansteigende 1,758 Kilometer Strecke, flüssige Abwicklung, vier Trainings- und drei Rennläufe, von denen die besten zwei zur Wertung herangezogen wurden, zeitnahe Siegerehrung. Racing-Herz, was willst du eigentlich mehr? Das Bergrennen Hemberg lässt wenig Spielraum für weitergehende Wünsche. Dass an beiden Tagen der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden konnte, lag an diversen Vorfällen, die der Veranstalter nicht zu verantworten hatte. Die längste Unterbrechung des Sonntags löste der Unfall eines Schweizer BMW-Piloten aus, der mit dem Helikopter ins Klinikum geflogen wurde. Von dort kam schon bald Entwarnung. Ein Wirbelbruch, der keine OP nötig macht, sondern von selbst heilen wird.
Damit zum puren Sport. Die KW Berg-Cup Truppe verkleinerte sich durch Absagen bereits vor dem Start. Die genannten Gründe reichen von Wolsfeld-Nachwehen bis zum simplen „Auto nicht fertig“. So, bevor wir loslegen können, noch ein kurzes Wort zum Thema Wertung. Die Hemberg Klasseneinteilung richtete sich rein nach Hubraum, vereinnahmte also auch die KW Berg-Cup Teilnehmer der Division Performancefactor (Pf). Für die Meisterschaft musste, wie in unserer Ausschreibung vorgesehen, daher nachträglich ein nach Klassik und Pf getrenntes Ergebnis erstellt werden. Und genau über dieses, das natürlich vom Tagesresultat abweicht, sprechen wir im folgenden Text.
Die 1400er Klassikabteilung litt am stärksten unter den Absagen, blieb aber mit ihren vier Startern selbständig. Armin Ebenhöh konnte erst spät anreisen und deshalb nur an zwei Trainingssitzungen teilnehmen. Was für ihn aber kein Hindernis war. Mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V gewann er souverän vor Thomas Kohler im Fiat X1/9 16-Ventiler. Nur 0,80 Sekunden dahinter platzierte sich René Christall, dessen Simca Rallye 2 in der Schweiz tadellos funktionierte, als Dritter, war zugleich KW 8V-Trophy Gewinner. Auch Rang vier ging mit Youngster Luca Fuchs an einen 8-Ventiler Piloten.
Klassik-1600er und 2-Liter rannten in der Schweiz miteinander. Leider musste Ronny Hering am Samstagabend die Segel streichen. Verdächtig laute Geräusche aus dem Getriebe seines VW Scirocco Gr. 2 stellten sich gegen ein Weitermachen. Also blieb der offene Schlagabtausch zwischen Tobias Auchter (Opel Spiess Corsa A GSi) und Werner Weiss im Ford Escort RS 1800. Daraus ging schlussendlich Tobias Auchter als Sieger hervor, sein Vorsprung betrug nach zwei Läufen 0,76 Sekunden.
Die Klasse bis 3000 Kubikzentimeter glich einem Opel Kadett C Markenpokal. Mit einer 8-Ventiler Frank Limousine gegen drei 16V-Coupés. Von Anfang an ließ Michael Ostermann keine Zweifel an seinen Sieg-Ambitionen aufkommen. Er gewann klar vor Thomas Claus, der mit einem störrischen Keilriemen und einer gelb-roten Flagge zu kämpfen hatte. Podestplatz drei samt KW 8V-Trophy Pokal sicherte sich Roland Christall. Edi Bodenmüller, nach längerer Pause wieder im Einsatz, legte sich im Training mit der Streckenbegrenzung an, was das Hemberg-Aus zur Folge hatte.
Im Performancefactor-Lager mussten die Gruppen 5 und 4 zusammengelegt werden. Der Sieger dieser Konstellation hieß Moritz Minichberger im Honda Civic Type R. Er gewann sicher vor Karl-Heinz Schlachter mit seinem BMW 2002tii Alpina, der als Zweiter bester KW 8V-Trophy Pilot seiner Klasse war, und Rookie Alexander Thrun (Renault Clio 2 Cup).
Die Pf 3b glänzte mit reichlich Turbo-Power. Pascal Ehrmann siegte hier mit seinem Subaru Impreza WRX STI klar vor Daniel Müller (BMW M140i) und Sabine Göhrig im Ford Focus ST.
Den Family-Team Audi TT pilotierte beim Schweiz-Gastspiel Sven Prinzing. In der Pf 1 traf ihn das Schicksal des Alleinunterhalters. Was ihn nicht davon abhielt, von Lauf zu Lauf immer bessere Zeiten zu erzielen.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, aktuell muss das heißen „vor den Rennen“. Denn die nächsten beiden stehen schon unmittelbar vor der Tür. Am kommenden Wochenende (12.-14.06.) steht Glasbach auf dem Programm, das zur FIA European Hill Climb Championship zählt. Auch danach bleibt Thüringen absolut im Fokus der Gipfelsprintfreunde. Vom 19. bis 21. Juni ist in Heilbad Heiligenstadt das Ibergrennen angesagt. Das heißt im Klartext, der Juni bietet am laufenden Band Bergrennsport der Extraklasse. Dazu seid ihr alle herzlich eingeladen, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde.
Uli Kohl, 09.06.2026
Tja, Überraschungen gab es echt viele. Eine davon betrifft das traditionell eher launische Wetter. Das sich diesmal stabil, trocken und vor allem heiß präsentierte. Was die Wahl der passenden Reifen erleichterte, und erkenntnisbringende Setup-Arbeiten zuließ. An jedem der beiden Veranstaltungstage gingen die drei geplanten Auffahrten trotz relativ vieler, glücklicherweise harmloser, Vorfälle über die 1,640 Kilometer kurze Strecke, deren zahlreiche Kurvenkombinationen und Kehren hohe Anforderungen an die Piloten stellten. Für die 107 gestarteten Rennfahrenden galt beim 62. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen der Modus „die besten zwei aus drei Rennläufen“. Okay, ihr fragt jetzt zurecht nach den weiteren Überraschungen, liebe Leser. Lasst uns diese daher ab sofort gemeinsam im Renngeschehen suchen.
Das beginnen wir, ganz gemäß der Startreihenfolge, mit dem NSU-Bergpokal. In dem Jörg Höber, der schon mehrere Jahre kein volles Rennprogramm mehr absolviert hatte, auf Anhieb im ersten Trainingsdurchgang die Bestzeit setzt. Übrigens im TT von Dieter Kohl, mit dem Jörg in der gerade laufenden 25. NSU-Bergpokal Saison ein Team bildet. Sofort danach übernimmt allerdings Jannik Hofmann die Spitze, sprintet zum klaren Sieg. Im ersten Race-Heat verbessert er so ganz nebenbei den 2018 von Jörg Davidovic aufgestellten NSU-Bergpokal Streckenrekord um 0,165 Sekunden auf 1:12,511. Als Zweiter fliegt Jörg Höber über die finale Ziellinie, ihm folgt Uwe Schindler mit etwas Respektabstand. Die Ränge vier und fünf gehen an Senior Werner Voigt und Youngster Laurin Krystofiak. Zusätzlich darf sich Jörg Höber über den größten NSU-Klassikwertungspokal freuen, die Ränge zwei und drei gehen hier an Walter Voigt und Roman Szott.
Jetzt Trommelwirbel für die nächste Überraschung, eine volle Klassik-Klasse bis 1150 Kubik-Zentimeter. Fünf Fahrzeuge nehmen in dieser das Training auf. Leider muss Jürgen Heßberger seinen Fiat 127 Sport Martini Racing nach den Übungsauffahrten zurück ziehen. Schaltprobleme sind der Grund dafür. Zwei Schneider Audi 50 fühlen sich derweil für die Pace zuständig. Tobias Stegmann und Bernd Deutsch belegen, getrennt durch 2,596 Sekunden, die Plätze eins und zwei. Rolf Rauch beendet sein Wolsfeld-Wochenende im Fiat 128 Rally als Dritter, Jennifer Kaufel-Meier fährt ihren Fiat 850 auf Position vier. Tobi Stegmann hat damit seine klare Ansage vom Samstagabend perfekt umgesetzt: „Ich bin hierhergekommen, um zu gewinnen!“
Wir könnten nun hier kurz diskutieren, ob 14 angereiste 1400er tatsächlich eine Überraschung sind oder nicht, befassen uns aber lieber direkt mit dem Rennen. Marcel Hellberg sitzt in der Eifel erstmals als Teampartner von Markus Hülsmann im Cockpit dessen VW Golf 1 16V, treibt diesen und sich selbst zu Höchstleistungen, gewinnt 2,685 Sekunden vor Steffen Hofmann (NSU TT 16V). Der muss sich mächtig strecken und im Finale eine Fabelzeit auf die Piste zaubern, um diesen zweiten Rang zu erreichen. Schlussendlich beendet er das Rennen 0,128 Sekunden vor Thomas Pröschel, der mit dem VW Schneider Corrrado 16V nach Auffahrt zwei den Stecker ziehen und sich abmelden muss. Hinter dem Spitzentrio läuft ein superspannender 8-Ventiler Krimi. Die Hauptdarsteller heißen Frank Lohmann, Nils Abb, Philipp Plein und Simon Markert, die in der genannten Reihenfolge die Positionen vier bis sieben beziehen. Sie liegen innerhalb eines Fensters von nur 1,756 Sekunden zusammen. Ihrem Frontmann, Frank Lohmann, fehlen nebenbei bemerkt auf den Dritten, Thomas Pröschel, lediglich knappe sieben Zehntel. Für Nils Abb ist Wolsfeld ein Rennen mit Handicap. Im zweiten Run macht eine Antriebswelle des Schneider Polo schlapp. Bis zum Finale ist zwar alles wieder in Ordnung, den 1400er KW 8V-Trophy Sieg kann er aber Frank Lohmann nicht mehr entreißen.
1,6-Liter sind in der Eifel Mangelware. Nur Robert Maslonka rollt seinen VW Polo 86C G60 an den Start. Das Regelbuch sagt klar: Zusammenlegung mit den 2-Litern. Das schreckt Robert nicht ab, sein Einsatz wird mit Podestplatz drei belohnt. Vor ihm platzieren sich Werner Weiss (Ford Escort RS 1800) und Lars Heisel, der mit seinem Opel Böhm Kadett 16V Superzeiten auf die Strecke zaubert und die Klasse gewinnt. Auf Position vier kreuzt Youngster Marvin Ruwe im VW Minichberger Golf 1 GTI 16V die Ziellinie.
Drei Opel Kadett gegen einen BMW. Das ist die Story der Abteilung bis 3000 Kubik. Als Favorit gilt Michael Ostermann im C Coupé 16V. Dieser Rolle wird er voll gerecht. Er gewinnt vor Marken- und Typenkollege Thomas Claus, der nach dem Wechsel vom 2- auf ein 2,5-Liter 16V Aggregat sein erstes KW Berg-Cup Rennen bestreitet. In der Kadett C Frank Limousine ist Roland Christall in seiner Klasse Dritter und KW 8V-Trophy Sieger. Rang vier geht an André Bunte, der im BMW E30 unterwegs ist.
Für Frank Bamberg ist Wolsfeld ein Rollout. Denn seine vorhandene, einem BMW M4 entnommene Technik, hat er nun in eine E36 Coupé Karosse implantiert. Daher hat er die Neuschöpfung auf den Namen BMW E36 M4 R Coupé getauft. Leider fristet er das Dasein eines Alleinunterhalters. Von Lauf zu Lauf wird er beständig schneller, nur im letzten Run ist er nicht mehr mit von der Partie.
Damit von den Hubraumklassen zu den nach Performancefactor (Pf) unterteilten Abteilungen. Die mit neun Autos besetzte 5c entscheidet Youngster Fabian Brügge mit seinem BMW E36 325i für sich. Herbert Schmitz fährt im Opel Astra GSi einen hervorragenden zweiten Platz heraus. Rang drei geht an den Luxemburger Chris Koenig (Citroen Saxo VTS), Axel Milek wird im VW Golf 1 8V Vierter, Rookie Marco Wöhr pilotiert seinen Opel Astra F GSi 16V zu Rang fünf.
Die 5b sieht den Sieg des Belgiers Jean-Francois Lepot im Peugeot 205 junior. Mit ihm steigen Kira Gerspacher (VW Golf 3 GTI) als Zweite und Roman Ahke (Opel Corsa B GSi) als Dritter aufs Podium. Jürgen Thieme (VW Lupo GTI) beendet sein Wolsfeld-Wochenende auf Position vier.
Fesselnd verläuft das Duell um den Gewinn der Klasse 5a. Der routinierte Walter Terler (Opel Kadett C Coupé) muss alle Register ziehen und im dritten Run eine Topzeit fahren, um Leopold Gast mit seinem Renault Clio 4 Cup um winzige 0,260 Sekunden hinter sich zu halten. Wobei Leopold unter dem Druck stand, im dritten Lauf absolut fehlerlos und schnell agieren zu müssen, da er in seine zweite Auffahrt einen kleinen Fehler eingebaut hatte. Rang drei holt sich Johannes Dambach (Nissan Micra) vor Thomas Flik im Renault Clio 3 Cup, der dem Franzosen Romain Fontanelle im Peugeot 205 exakt 35 Tausendstelsekunden voraus ist.
Auch in der 4b ist es ganz vorne ultraeng. Final trennen 1,143 Sekunden den Sieger Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) vom Zweiten. Das ist Jürgen Gerspacher im ex-Wolfi Glas VW Golf 1 16-Ventiler. Rang drei sichert sich als schnellster KW 8V-Trophy Mann der 4b Stefan Schäfer in seiner bewährten, selbst aufgebauten Opel Kadett C Limousine.
Die 4a erlebt die Auseinandersetzung zwischen Andy Heindrichs (Opel Wiebe Corsa 16V) und Ralph Paulick im VW Minichberger Golf 1 16V. Die Entscheidung fällt final hauchdünn um 0,476 Sekunden zugunsten von Andy Heindrichs. Den dritten Platz auf dem Podium holt sich Ralf Kleinsorg mit seinem Sechszylinder BMW 325i.
Mit drei 1:09er Zeiten gewinnt Bob Kellen die 3b. Sein Arbeitsgerät ist ein im Rallye-Trimm gehaltener Gruppe 4 Ford Escort RS 2000. 2,099 Sekunden dahinter läuft Pascal Ehrmann mit seinem Subaru Impreza WRX STI als Zweiter ein. Rang drei geht nach Belgien, an Eddy Harlaux im radikal umgebauten Simca Busa. Karl-Heinz Müller hadert mit technischen Problemen seines BMW M140i. Dennoch rettet er Position vier.
3a-Doppelsieg für die Familie Orth. Junior Patrick gewinnt vor Papa Ralf (beide Porsche 911 GT3). Luxemburgs Steve Jung folgt im Seat Leon Cupra TCR als Dritter. Leider ist Patrick nur in den zwei ersten Auffahrten dabei, das Getriebe bereitet Sorgen in Form von Geräuschen, die es nicht produzieren sollte. Zur Sicherheit wird im dritten Heat nicht mehr angetreten, was, wie wir noch sehen werden, Auswirkungen auf die Tourenwagen-Gesamtwertung hat.
„The flying Finn is back“ betiteln wir die Pf 2. Bis Freitagabend hat Mikko Kataja an seinem Toyota Starlet unermüdlich geschraubt, die KW Berg-Cup Sponsorenkleber bringt er spät am Samstag an. Den Trainingssonntag nutzt er als Rollout und Test, lässt da noch Michel Fernandes im Porsche 992 GT3 Cup generös den Vortritt. Am Rennmontag allerdings dreht Mikko voll auf, demonstriert die Vorzüge seines V8-Motors, gewinnt mit einem Polster von 3,446 Sekunden vor dem Luxemburger GT3-Piloten. Gegen die beiden an der Spitze findet selbst Charles Valentiny trotz richtig hoher Motorenpower in seinem Allrad getriebenen Subaru Impreza WRX STI kein Mittel, der Luxemburger muss sich mit Position drei zufrieden geben.
In der Pf 1 teilt Nicole Prinzing das Schicksal von Frank Bamberg bei den Klassikern über 3-Liter Hubraum. Mit ihrem bärenstarken Audi TT ist sie leider allein unterwegs, verliert dadurch aber nichts an Motivation, wird auf dem ihr neuen, tricky Kurs von Lauf zu Lauf deutlich schneller.
Stichwort schnell, das ist die perfekte Überleitung zum Tourenwagen-Gesamt. Das sich in Wolsfeld spannend wie selten zuvor präsentiert. Der Infight läuft zwischen Michael Ostermann (Opel Kadett C GT/E), Patrick Orth im Porsche 997 GT3 Cup und Mikko Kataja mit seinem Toyota Starlet V8. Die erste Auffahrt sieht Patrick Orth vorne. Im zweiten Heat fährt er 1:05,730, verbessert sich damit um 0,287 Sekunden. Danach zieht ihn die böse Defekthexe aus dem Verkehr, sie nagt am Getriebe. Was Patrick vielleicht noch hätte leisten können, bleibt Spekulation. Wir aber halten uns strikt an die Fakten. Und die besagen, dass alle drei innerhalb von 0,168 Sekunden liegen. Mit Patrick an der Spitze, gefolgt von Mikko und Michael. Patrick kann jetzt nur mehr beobachten. Michael gelingt ein optimaler Lauf. Seine 1:05,388 sind die schnellste Tourenwagenzeit des Wochenendes. Die Formel „die besten zwei aus drei“ bringt ihn an die Spitze, er gewinnt vor Patrick und Mikko. Die finalen Abstände? 0,318 Sekunden liegen zwischen dem 2,5-Liter Kadett und dem 997 GT3 Porsche. Mikkos Toyota folgt im Windschatten, 0,168 Sekunden fehlen auf Patrick. Das Tourenwagen-Podest Fenster ist 0,486 Sekunden klein. In der Gesamtwertung sind das die Positionen acht, neun und zehn. Viertschnellster der Division 1 ist im 1600er Opel Wiebe Corsa 16V Andy Heindrichs, Fünfter Ralph Paulick mit seinem VW Golf 1 Minichberger 16V.
Lasst uns noch schnell die E2-SH Renner betrachten, bei denen David gegen Goliath gewinnt. Im knapp über 500 Kilo wiegenden und etwas über 200 PS starken Silver Car S2 Evo hält Marco Farrenkopf die beiden von Ford-Fünfzylindermotoren angetriebenen Lamera Cup Autos von Thierry Schloesser und Gilles Bruckner hinter sich.
Ohne Wetterfrosch zu sein wage ich die Prognose: Der Juni wird heiß! Sportlich gesehen auf jeden Fall. Denn er führt den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup ins schweizerische Hemberg (05.-07.), nur eine Woche später gehts zum Europa-Berg-Meisterschaftslauf an den Glasbach (12.-14.) und vom 19. bis zum 21. Juni steht das Ibergrennen im Kalender. Bitte notiert euch – falls noch nicht geschehen – diese Termine, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Freunde. Besucht die Rennen, ihr unterstützt damit die Veranstalter und uns vom Berg-Cup e.V. Wir freuen uns auf euch, bis dann!
Uli Kohl, 27.05.2026