wolslfeldDie Zahlen sind beeindruckend. 160 Nennungen sind für das „58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen“ eingegangen, dazu nochmals 34 für die angegliederte Gleichmäßigkeitsprüfung, summa summarum 194 Fahrzeuge aller Couleur. Das macht Pfingsten 2022 für die Bergrennfans zu einem echten Fest. Daher unser Vorschlag fürs kommende Wochenende: Samstags ausgiebig durchs Fahrerlager bummeln, verbunden mit jeder Menge Benzingesprächen. Am Sonntag dann das Training mitverfolgen und montags das Rennen. Pro Veranstaltungstag sind drei Läufe vorgesehen. Wegen des erfreulich großen Starterfeldes, zu dem der KW Berg-Cup in Verbindung mit dem NSU-Bergpokal 66 Aktive beisteuert, geht es immer schon um 8:00 Uhr los. Eine weitere Bereicherung des Events sind übrigens knapp dreißig Gäste aus Luxemburg, die in Wolsfeld um Punkte für ihr Championat fighten.  

Die 1,64-Kilometer-Strecke wartet mit selektiven Kurvenkombis und Kehren auf, die hohe Anforderungen an die Akteure stellen, egal in welcher Art Auto sie unterwegs sind. Häufig schon haben sich die Piloten von verbesserten Tourenwagen in Wolsfeld groß in Szene setzen können. So wie zum Beispiel 2019, als Ronnie Bratschi mit seinem kraftstrotzenden Mitsubishi Evo 8 EGMO im zweiten Rennlauf mit 1:01,550 einen neuen Tourenwagen-Rekord in das fünf Meter schmale Asphaltband brannte und als Gesamtsieger das goldene Fässchen Bitburger in die Schweiz entführte.

Nach dieser kurzen Rückblende auf die letzte Wolsfeld-Ausgabe wollen wir uns nun um 2022 kümmern. Und ganz kurz in Auszügen streifen, auf was sich denn die Fans des KW Berg-Cups und NSU-Bergpokals besonders freuen dürfen. Bleiben wir gleich bei den Luftgekühlten: Deren Zahl hat sich seit Schotten inklusive des Gaststarters Herbert Rötzer auf neun erhöht. Die Rookies Wolfgang Weigert und Sascha Sieber sind ebenso wie die Routiniers Thomas Krystofiak, Mike Vogel und Andreas Reich erstmals in diesem Jahr am Berg im Einsatz. Der Blick in die Klassen der Gruppen A/F/CTC zeigt überall eine gute Besetzung. Wobei Gelegenheitsbergfahrer Gino Kruhs im Citroen DS3 R3T zur Herausforderung für die 2-Liter-Hausherren Markus Goldbach im Renault Wiebe Mégane Coupé und Ford-Focus-Pilot Kai Neu werden könnte. Ähnliches gilt für die Klasse über 2000 Kubik, wo der KW Berg-Cup Zweite des letzten Jahres, Jürgen Plumm, übrigens ein ausgewiesener Wolsfeld-Spezialist, im Mitsubishi Lancer Evo 9 dabei sein wird.

 

Auch aus den gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1 gibt es Interessantes zu berichten. Zum Beispiel das deutliche Lebenszeichen der 1150er Abteilung. Dafür sorgen Rookie Aron Gerisch und Bernd Deutsch (beide Audi 50) sowie eine kleine Fiat-Armada mit Jürgen Heßberger sowie Rolf und Marco Rauch. Mit 17 Startern präsentiert sich die Klasse bis 1400 Kubik als zweitstärkste Fraktion nach den 2-Litern, die es auf 20 Nennungen bringen. Frischer Wind könnte beim Kampf um die KW 8V-Trophy Pokale blasen, in dem dieses Mal auch Frank Duscher und Nils Abb mitmischen werden. Ein weiteres Augenmerk liegt auf Tobi Stegmann bei seinem ersten Auftritt im 16-Ventiler VW Golf von Team-Partner Markus Hülsmann. Und Jürgen Schneider übernimmt für das enge Wolsfeld-Geschlängel den VW Polo von Dominik Schlott. Mit acht Genannten sind auch die 1600er gut aufgestellt. Wolfi Glas im VW Minichberger Golf, Miko Kataja mit seinem Toyota Starlet, Sarp Bilen (VW Spiess Golf) und Andy Heindrichs im Opel Wiebe Corsa 16V RR werden sich sicher einen engen Fight liefern. In diesem plant Patrick Orth an der Spitze mitzumischen, der wie schon 2019 den Opel Minichberger Kadett von Stefan Faulhaber bewegen wird. Auch bei den 2-Litern tut sich was. Harald Brückner gibt im Opel Kadett C Coupé 16V sein KW Berg-Cup Debüt. Erste Bergsaison-Auftritte in unserer Meisterschaft stehen auch für Rainer Schönborn (VW Golf 1 STW), Michael Rauch im Opel Briegel Kadett sowie für Lars Heisel mit seinem Opel Böhm Kadett auf dem Programm. Für erhöhte Spannung dürften zudem Gaststarter Egidio Pisano (VW Minichberger Golf) sowie Marken- und Typenkollege Christoph Lampert sorgen. Der Vorarlberger nimmt in einem ihm von früher vertrauten Cockpit Platz. Denn er ist der Vorbesitzer des Autos seines Teampartners Mario Ruwe. Erste 2022er KW Berg-Cup-Rennen gilt es bei den bis zu 3000-Kubikzentimeter-Motoren aufweisenden verbesserten Tourenwagen für André Bunte (BMW E30), Werner Walser mit seiner Opel Kadett Limousine und Alexander Wolk im VW Minichberger Golf 2 Turbo zu absolvieren. Ein Kräftemessen erster Güte dürfte es unter den elf Boliden mit mehr als 3 Litern Hubraum geben. KW Berg-Cup Rekordtitelträger Holger Hovemann hat sich mit seinem Opel DATALAP Kadett V8 GT/R zum Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer – wie Wolsfeld von Piloten leistungsstarker Fahrzeuge gerne genannt wird – angekündigt. Er trifft auf hochkarätige Konkurrenten. Dazu zählen unter anderen Jochen Stoll im Porsche 911 GT3 und natürlich Bruno Ianniello mit seinem Lancia Delta S4 sowie Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer Evo 9), der in Wolsfeld immer für eine positive Überraschung gut ist. Ebenso wie Alexander Sohm (Mazda 323 Turbo) und Lancia-Delta-Integrale-Pilot Markus Schneider, beide im Bergrallyecup gestählte Gäste aus Österreich.

Na, liebe KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal Fans und Freunde, Appetit bekommen und die Koffer schon fertig vorbereitet? Super, wir alle vom Berg-Cup e.V. und der EMSC Bitburg freuen uns total auf euch! Auf einen Plausch im Fahrerlager oder ein kühles Bit in der Bit, der bestens bekannten ersten echten Kehre am Wolsfelder Berg. So, und wenn ihr genügend Klamotten ins Köfferchen sowie ausreichend Verpflegung jeder Form in die Kühltaschen gepackt habt, könnten wir doch alle zusammen gleich nach Thüringen weiterreisen. Zum Glasbachrennen, das vom 10. bis 12. Juni als nächster Event im KW Berg-Cup Reiseführer steht.





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